Aufsatz 
Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch : 3. Teil. Das Participium in seinen prädicativen Verbindungen
Entstehung
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chendes Präsens zu Grunde liegt, und im Perfectum das bleibende Resultat der stets regen Begierde zurückgelassen hat.

Zum vollen und eigentlichen Verständniss aller dieser Perfecta mit Präsensbedeu- tung kommt es darauf an, die ursprüngliche Bedeutung des Präsens in seiner anregen- den und bewegenden Kraft zu erkennen, und demnach im Perfectum die daraus hervor- gegangene bleibende Wirkung aufzufassen. In den meisten Fällen ist das naheliegend und leicht nachzuweisen, so gut im sinnlichen, wie im geistigen Verhältnisse, wie Beßadς, iora, renrndg aus der Bedeutung hingeschritten, hingetreten, unter- gekrochen in die gewöhnliche stehend, verborgen übergeht, wie dεκαα⁴ς, atdοα als Gewinn des Lernens und Schauens wissend bedeuten, wieeεꝙνε, dεεα, neoαυμε̈s, Iouuteos, rednnd in Freude, Furcht, Zorn, Scham, Staunen versetzt, und darum von diesen Empfindungen erfüllt heissen, während die entsprechenden Aoriste deiαε, Io⁴α⁵εέ, rao den Eimtritt dieser Affecte selbst bezeichnen. Bei einigen defec- tiven Formen, deren Präsentia schon in der uns bekannten ältesten Sprache ausser Ge- brauch waren, wie doônzcς, donukyos, Aelmutros, cermcie und rermucyos, können wir den gleichen Hergang nur vermuthen; bei anderen, deren Stämme uns zwar bekannt sind, bedarf es doch einiger Reflexion, um die gewöhnliche Bedeutung aus der ursprüng- lichen mit Sicherheit herzuleiten: so scheint bei aeᷣανα, in sich fassend( 96. 268.) die öfters gemachte Erfahrung vorausgesetzt zu werden; d⁶εκꝙνμμνοο(A 107. 0 296. K 62. 0 745.) und dεαοακαιμιαμνο(O 730.) weisen auf die ursprüngliche Bedeutung von O⁴.ou, sich zur Aufnahme bereit machen, entgegengehen hin, und heissen eigentlich: auf Warte gestellt, gewärtig. Viele ähnliche Uebergänge werden sich bei genauerer Erwägung dieser Formen mit grösserer oder geringerer Evidenz auf- drängen, je nachdem die zu Grunde liegende Vorstellung unserer Auffassung näher oder ferner liegt. Eine eigenthümliche Erscheinung, deren Erklärung sich nicht so leicht ergibt, möge hier noch berührt werden. Woher kommt es, dass eine Reihe von Ausdrücken, welche Laute der menschlichen oder thierischen Stimme bezeichnen, vor- zugsweise in Perfect-Participien und auch andern Modis des Perfectums erscheinen? Was ist der Grund, wesshalb wir regelmässig die Formeneyουνπαε, zeνς, Seourdie, Ie2rdè, hueunrde, ueuvude, reroide(auch duqtσννie B 316. von dem kläglich schreien- den Vogel) finden, wo wir nach dem Zusammenhang einfaches Präsens erwarten? Was für ein Verhältniss der Vergangenheit zu einer anzunehmenden Grundbedeutung ist hier zu denken? Man würde sehr irren, wenn man den bekannten Gebrauch der partt. aor. qoν⁊cae, dugda u. a. vor den Verbis Eon, nüa vergleichen wollte, da durch diese jedesmal die den Reden unmittelbar voraufgehende Erhebung der Stimme(und darum Aoristus, nicht Perfectum) ausgedrückt wird. Ich vermuthe, dass in allen jenen Perfecten die unwandelbare Gesetzlichkeit des Naturlautes, wie er einmal in die Organe der Stimme gelegt ist und stets sich gleich bleibt, angedeutet ist. Wie louna und