Aufsatz 
Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch : 3. Teil. Das Participium in seinen prädicativen Verbindungen
Entstehung
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Ausspruch§. 56. 10:Im temporalen YVerhältniss bezeichnet das Participium eine rein ausserlich der Zeit nach stattfindende Verbindung, wie eben das Tempus des Particips sie andeutet: das Präsens Gleichzeitiges, der Aorist und das Perfect Vor- zeitiges, das Futur Bevorstehendest. Madvig drückt sich entweder undeutlich, oder gradezu unrichtig aus, wenn er§. 183 sagt:dass das Particip des Aorist einer ferneren vergangenen Zeit entsprechev. Wo die Entfernung der Vergangen- heit zwischen dem Participium des Aoristus und des Perfectums verglichen werden kann, ist sie entschieden immer bei dem letzteren grösser. Indess es kommt auf die Zeitentfernung überall nicht an, sondern auf das verschiedene Verbältniss des in dem Participium ausgesprochenen Umstandes zum Yerbum finitum: das Participium perfecti bezeichnet ihn als eine abgeschlossene Thatsache, das Participium aoristi als ein Glied in einer Reihe von Ereignissen. Für den homerischen Sprachgebrauch ergibt sich daraus die nothwendige Folge: dass die Erzählung zur Darstellung der an einander sich anreihenden Momente der Handlung oder der Vorgänge sich nur der aoristischen Participia mit dem streng innegehaltenen Gesetze bedient: dass sie dem Hauptverbum vorausgehende, meistens zu ihm in causaler Verbindung stehende, Bestimmungen enthalten. Niemals drückt ein Participium perf. im Fortschritt der Erzählung einen Um- stand als nunmehr eingetreten und mit einwirkender Beziehung auf den weiteren Ver- lauf der Handlung aus. Seine Anwendung beschränkt sich auf die zwei Fälle, dass es entweder die zahlreichen fast zu Adjectiven gewordenen Attribute bezeichnet, von denen Th. 2 S. 14 die Rede gewesen ist, oder dass es im prädicativen Sinne, wovon wir hier handeln, solche dauernde Zustände darstellt, welche die Folge einer voraus- gehenden Wirkung sind. Alle diese letzteren Perfect-Participia und ihre Zahl ist eine sehr grosse stehen daher für den Zusammenhang der Darstellung völlig den Präsens-Participien gleich: nicht auf die ursprüngliche Thätigkeit, sondern auf den da- durch hervorgerufenen Zustand, der dem Inhalt des Hauptverbums gleichzeitig ist, kommt es dabei an. Mit Recht pflegt man daher einen grossen Theil der hierher ge- hörenden Perfecta, und besonders in ihren Participien, die vorzugsweise im Gebrauche sind, geradezu als Präsentia anzusehen und zu übersetzen. Es sind sowohl eine ganze Reihe solcher, die sinnliche und äusserliche Verhältnisse bezeichnen, wie geßaus, doraoie, iuεog, psα, don, Sε⁴μαρνυε, εονισς, eᷣεαddis, gous, slνσσς, εuος, re- Aolg, eiενos, uendldutᷣerog, rsronxo, εοιν, zexuνe, donuεos, xerπσαςρ, Tsd'encis, als auch solcher, welche Gemüths- und Geisteszustände ausdrücken, die in Folge einer Erregung oder Thätigkeit Dauer gewonnen haben, wie und dsεεαννπα, eioig, ueεεμνεμέμeνοε LeAMo.ναιέινονιι εετια⁵ς, rerln,εyννο, duuνeos, rerrnᷣ und rerinueros, sε½ονυνεννοε, ueuoréie, No⁸uνμιμεμνοσσ, dεεεαυ, εομέαιρνοο, ᷣννπν³ς, dônzcig, Lsdενεμέεμνορ, exonutros, so wie die beiden ueuaoig und eoœσuνμe oe, welche gleichsam zwischen den beiden Reihen stehen, indem der sinnlichen Vorstellung der Bewegung und des äussern Antriebs ein entspre-