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Mencke, B. Krebs, Barbieux und den Kollaboratoren Kirschbaum und Schulz.*) Bis zum Eintritt des neuen Direktors übernahm Kreizner als erster Professor die Ver- tretung desselben; am 11. August 1830 trat Metzler selbt sein Amt an. Er hatte zu- letzt die Stelle eines Referenten in Schulsachen an der Landesregierung zu Wiesbaden bekleidet und war vorher, bis zum Jahre 1830, Lehrer an den Pädagogien zu Idstein, Dillenburg und Wiesbaden gewesen. Die dreihundertjährige Säkularfeier des Gymnasiums, welche am 16. September 1840 begangen wurde, war der erste öffentliche Akt, den er leitete.— Er kannte die an der Anstalt herrschenden Zustände aus seiner bisherigen Wirksamkeit an der Regierung und sah es als seine Hauptaufgabe an, den gestörten Frieden wieder herzustellen und die öffentliche Meinung, deren Gunst das Gymnasium in weiteren Kreisen, namentlich auch am Sitze der Regierung verloren hatte, wieder zu ge- winnen. Dies gelang ihm besonders dadurch, dafs er die Disziplin in anderer Weise als sein Vorgänger handhabte. Er nahm sich der einzelnen Schüler väterlich an und wulste durch Ermahnungen und Zureden, sowie dadurch dals er ihr Ehrgefühl zu wecken verstand, das Vertrauen derselben zu gewinnen. UÜber die Art, die Schüler zu bestrafen und zu überwachen, sagt er selbst in seinem ersten Programm O. 1841:„Die rücksichtlich der Disziplin bestandenen Grundsätze unterlagen einer Revision und einiger Modifikation. Die wesentliche Anderung bestand darin, dafs die Karzerstrafe zwar beibehalten, jedoch nur als Strafe für gröbere Disziplinarvergehen bestimmt, und in sonstigen Fällen die Strafe des Hausarrestes mit Arbeit, und je nach den Rücksichten der Milde oder Schärfung, ohne oder mit Besuch durch den Pedellen angeordnet wurde. Die Karzerstrafe kam nur bei drei Schülern zur Anwendung, mit dem besten Erfolg. Zur UÜberwachung des Verhaltens auſser der Schule erfolgten von 14 zu 14 Tagen Hausbesuche, in der Regel am Abend, durch die Hauptlehrer der Anstalt, zuweilen auch durch die beiden Schulkandidaten in besonderem Auftrage des Direktors, der sich die häusliche Inspizirung der Schüler aller Klassen, so oft er es nötig fände, vorbehielt.“ In den Programmen der folgenden Jahre rühmt er wiederholt, daſs sich seine Disziplinargrundsätze als passend bewährt, dafs die Karzerstrafe nur gleichsam als Ausnahme, körperliche Strafen gar nicht vorgekommen seien und das Betragen der Schüler alles Lob verdiene.
Weniger wirkte Metzler durch seinen Unterricht. Die Zahl der Stunden, die er erteilte, war gering. Sie beschränkten sich auf Horaz in I und II, auf Hodegedik und deutsche Stilübungen in I(1 St.). Zuweilen übernahm er auch Unterricht in den mittleren und unteren Klassen, wie z. B. Deklamationsübungen in III, im Schuljahr 1848/49 und 54/55 das Lateinische in VIII. Griechisch hat er nie gelehrt und auch den grölsten Teil des lateinischen Unterrichts in den obersten Klassen überliefs er anderen Lehrern. Es er- klärt sich dies daraus, dals er früher nie an einem Gymnasium beschäftigt gewesen, und in seinen amtlichen Stellungen durch Berufsgeschäfte zu sehr in Anspruch genommen war, um nach dieser Seite hin seine wissenschaftlichen Studien fortzusetzen. Der klassische Unterricht in I und II fiel hauptsächlich dem Professor R. Krebs**) zu, aufserdem be- teiligten sich an demselben Prof. Mencke und Kollaborator Kirschbaum. In III und IV hatten den Hauptunterricht die Professoren Kreizner und Schmitthenner,
*) Weiter unten folgt ein Verzeichnis der Lehrer, das über ihre Personalien Auskunft giebt. *) Vergl. über ihn das Programm v. Ostern 1882.
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