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trigonometrische und planimetrische Upungsaufgaben.
(Koppe's Stereometrie und Planimetrie) 2 St. Hilfslehrer Beinhauer bis zum 22. Juni, dann
Schenck. Aufgaben für die schriftliche Entlassungsprüfung: a. für den Sommertermin:
1. Aus einem Baumstamme von der Form eines abgekürzten Kegels, dessen Länge 10 m beträgt, und der an den beiden Enden einen Umfang U= 251,328 cm und u= 188,496 cm hat, soll ein rechtwinkliger prismatischer Balken gezimmert werden, dessen Grundfläche das dem dünneren Ende einbeschriebene Quadrat ist. Welches Vo- lumen ergibt sich für den Balken und den Holzabfall?
2. Ein gleichschenkliges Dreieck zu zeichnen, von welchem der Schenkel uud die Summe aus der Höhe und der Grundlinie gegeben ist.
3. Es sollen zwei Kräfte, a= 875,3 kg und b= 457,2 kg in einem Punkte unter einem Winkel von 990 17 30“ angreifen. Zu berechnen die Winkel 8 und a, welche die Kräfte a und b mit den Resul- tirenden bilden, sowie die Resultirende selbst
4. Von zwei Punkten, deren gegenseitige Entfernung 206 ½ m beträgt, bewegen sich zwei Körper A und B mit gleichförmiger Geschwindigkeit einan- der entgegen. B legt in jeder Sekunde 6 ¼ m zurück nnd die Zahl der Sekunden, nach welchen sie zusammentreffen, ist um 5 ½ grösser als die Geschwindigkeit des Punktes A(in m). Wie gross ist die letztere?
b. für den Ostertermin:
1. Einem Kreise, dessen Radius=r gegeben ist, sei ein gleichseitiges Dreieck umbeschrieben. Zu be- rechnen das Volumen und die Oberfläche des Kegels, welcher durch Rotation des Dreiecks um eine seiner Höhen entsteht. r= 6 om.
2. Zur Konstruktion eines Dreiecks sei gegeben die Entfernung der Spitze von der Grundlinie, der Winkel an der Spitze und ein Punkt auf jeder der beiden Seiten. 3
3. In einem Parallelogramm, dessen Seiten und Winkel gegeben sind(11 cm, 7 em, 291/‧20), ist durch Verbindung der auf einander folgenden Mittelpunkte der Seiten ein zweites Parallelogramm gebildet. Die Seiten und Winkel der letzteren sollen berechnet werden.
4. Die Summe der fünf ersten Glieder einer arith- metischen Reihe beträgt 40, die Summe ihrer Quadraten 410. Das erste Glied und die Differenz der Reihe zu berechnen.
Physik: Mechanik. 2 St.
Hilfslehrer Beinhauer bis zum 22. Juni, von da
ab: Schenck.
Ober-Sekunda.
Ordinarius: Im Sommer Oberlehrer Prof. Meister, im Winter Oberlehrer Hillebrand. Religionstehre: katholische: Glaubenslehre: von der Gnade bis Schluss; Kirchengeschichte(im 8.) bis Gregor VII.; allgemeinere und besondere Sittenlehre(im W.) bis zu den Pflichten gegen sich
selbs(nach Dr. Dreher); Lektüre der Sonntagsperi- kopen im Grundtexte. 2 St. Dr. Kehrein.
Deutsch: Einzelnes aus Poetik und Stilistik, Dis-
positionsübungen, Aufsätze und kleine YVorträge.
Memorieren Schillerscher Gedichte. Lektüre nnd
Erklärung von Klopstock's Messias I— VIII, Göthe's Hermann und Dorothea und Schillers Tell. 2 St. Hillebrand.
Themata für die Aufsätze: 1. Die verschiedenen Arten zu grüssen. 2. Stillstand ist Rückschritt. 3. Durch weiche Mittel erreicht Klopstock in der Messiade Anschaulichkeit der Darstellung? 4. Die Furcht vor Gewittern. 5. UÜber die Art, wie Göthe in Hermann und Dorothea die Stadt, ihre Lage und Umgebung schildert. 6. Warum kann Rom die ewige Stadt genannt werden? 7. Euch, ihr Götter, gehört der Kaufmann. Güter zu suchen geht er, doch an sein Schiff knüpft das Gute sich an. Schiller. 8. Schillers Ansichten über die Poesie(nach seinen lyrischen Gedichten). 9. Inwiefern ist Deutschland das Herz Europas? 10. Das Dienen von seinen ehrenvollen Seiten.
Latein: a. Verg. Aen. IV— VI, VII teilw., im S. Meister, im W. Bosing.
Livius XXI, 1— 40. Cic. pro Milone. 3 St. Im S. Meister, im W. Hillebrand.
b. Die Lehre vom Infin., von ut und quod, orat. obl., die Participien, das Gerundium, Supinum, die Lehre v. Substant., Adj., Pron., Adv.; die Konjunk- tionen, die Wort- u. Satzstellung(nach Meiring.) 2 St.
c. Mündliches Ubersetzen nach Süpfle II. Wö- chentliche Exercitien oder Extemporalien. Monatliche Aufsätze. 1 St. Im S. Meister, im W.
Hillebrand.
Themala für die Aufsätze: 1. Helvetii e finibus suis in Galliam transituri a Caesare repelluntur. 2. Quibus de causis Hannibal Saguntum oppugnare insti- tuerit. 3. Quibus de causis ortum sit bellum, quod C. J. Caesar cum Ariovisto, rege Germanorum, gessit. 4. Plebis Romanae in montem sacrum secessio narretur. 5. Quae res M. Furio Camillo a Romanis crimini aut datae sint aut dari potuerint. 6. Argu- mentum orationis pro Milone Asconianum in formam breviorem contractum. 7. De rerum Romanarum et Carthaginiensium, postquam Tarentum Romani recu- peraverunt, condicione. 8. Gur fieri non potuerit, quin Romani Italia subacta ceteras gentes vicinas bello persequerentur. 9. De M. Claudio Marcello summo illo belli Punici secundi duce. 10. De vir- tutibus et vitiis Pyrrhi regis.
Griechisch: a. Homer. Od. VIII— XII, XIII teilw., priv. XXIII. Im S.: Kand. Dr. Peters, im W.: Bosing.
Herod. VI, 1— 61, 94— 137. Xen. Memor. I. u. Ih 1— 3. 3 St.
b. Lehre von den Genera verbi, Tempora u. Modi, nach Curtius. Exercitien oder Extemporalien nach Diktaten alle 14 Tage. Mündliches Übersetzen nach Böhme. 2 St. Hillebrand.
Französisch: a. Wiederholung der Moduslehre;
die Syntax der Präpositionen, der Participien, des Artikels, des Adjektivs und des Adverbs. Die Pro-
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