Aufsatz 
Die Goldwespen : mit Bestimmungstabellen der nassauischen und kurzer Beschreibung der übrigen deutschen Arten / Adolph Schenck
Entstehung
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2. Lehrplan und Unterricht.

Der Unterricht wurde im Allgemeinen nach dem für die alten Provinzen vorgeſchriebenen Lehrplane ertheilt. Die geringen Abweichungen, die zur Vermeidung der Nachtheile eines plötzlichen Ueberganges nach den hieſigen Verhältniſſen noch geboten ſchienen, ſind im vor⸗ jährigen Programme S. 14 angegeben.

Durch die Anſtellung eines eigenen evangeliſchen Religionslehrers, der außer dem Religionsunterrichte und dem Hebräiſchen auch andere Lehrgegenſtände übernehmen konnte, war es möglich, die Ober⸗ und Unter⸗Secunda, die ſeit dem Jahre 1856 zu Einer Klaſſe unter Einem Ordinarius vereinigt waren, wieder zu trennen und jede Abtheilung einem beſonderen Ordinarius zuzuweiſen. Vereinigt blieben ſie nur für den Unterricht in der Religion und Phyſik.

Die Trennung der Secunda wurde auch beibehalten, als die Anſtalt durch das Aus⸗ ſcheiden des Herrn ꝛc. Schmitthenner eine Lehrkraft und zugleich einen Ordinarius verlor, indem es in Berückſichtigung der Schülerzahl und anderer Verhältniſſe angemeſſen ſchien, jetzt die ſeitherige Ober⸗ und Unter⸗Tertia zuſammenzulegen, für diejenigen Lehrgegenſtände aber getrennt zu laſſen, für welche die vorhandenen Lehrkräfte ausreichten.

In dem vorausgehenden Verzeichniſſe der Lehrer iſt angegeben, welche Klaſſe einer zur Zeit als Ordinarius leitet; in welchen Lehrfächern, in welchen Klaſſen und mit wie vielen wöchentlichen Lehrſtunden die einzelnen Lehrer unterrichtet haben, ergibt ſich aus der nachher folgenden Ueberſicht der behandelten Lehrgegenſtände. 1.. Von dem Unterrichte im Griechiſchen waren keine Schüler befreit. Nach§. 154 der Militär⸗Erſatz⸗Inſtruction für den Norddeutſchen Bund(vom 26. März 1868) darf den vom Griechiſchen dispenſirten Schülern nur dann ein Schulzeugniß zur Meldung für den einjährigen freiwilligen Militärdienſt ertheilt werden, wenn ſie die ganze Secunda abſolvirt haben, oder wenn ſie nach mindeſtens einjährigem Beſuche der Secunda auf Grund einer beſonderen Prüfung ein genügendes Zeugniß von der Lehrer⸗Conferenz erhalten. Es liegt alſo im Intereſſe auch der Eltern, dem Wunſche ihrer Söhne, von der Betheiligung am griechiſchen Unterrichte befreit zu werden, nicht ohne Weiteres nachzugeben. Gewöhnlich ſind es nur unfleißige Schüler, für welche dieſe übrigens nur ſcheinbare Erleichterung nach⸗ geſucht wird. 31 bug dade Jenton

Am Unterrichte in der hebräiſchen Sprache betheiligten ſich im Sommer 12, im Winter 11; Unterricht im Engliſchen nahmen im Sommer 17, im Winter 9 Schüler.

wurde von letzterer Anſtalt Oſtern 1863 mit dem Zeugniſſe der akademiſchen Reife entlaſſen und bezog die Univer⸗ ſitäten Tübingen und Erlangen, um Theologie, Philoſophie und ſemitiſche Sprachen zu ſtudiren. Von Herbſt 1865 bis Juli 1866 beſuchte er das evangeliſche Prediger⸗Seminar zu Herborn, promovirte im März 1866 bei der philoſophiſchen Facultät zu Gießen, beſtand zu Wiesbaden im September 1866 die theologiſche Staats⸗Prüfung und wurde darauf zum Pfarrvicar in Cronberg, Amts Königſtein, ernannt, wo er die evangeliſche Pfarrei bis zum

Antritte der Religionslehrerſtelle am Gymnaſium zu Weilburg(Oſtern 1869) verwaltete.

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