chulnachrichten
aus dem Schuljahre von Oſtern 1869 bis Oſtern 1870.
. A. Lehrverfaſſung. 1. Lehrercolleginm.
Im Februar v. J. wurde der Pfarrvicar Herr Dr. Spieß in Cronberg als evangeliſcher Religionslehrer des Gymnaſiums angeſtellt und damit die ſeitherige Einrichtung, nach welcher ein Geiſtlicher der Stadt den evangeliſchen Religionsunterricht ertheilte, aufgehoben. Die Functionen des zuletzt— ſeit Juli 1868— mit dieſem Unterrichte beauftragten Herrn Pfarrers Michel hörten in Folge der eingetretenen organiſchen Aenderung mit dem Schluſſe des vorigen Schuljahres auf und gingen zu Anfang des laufenden an Herrn ꝛc. Spieß über.
Am 1. Juli v. J. ſchied der Gymnaſiallehrer Herr Wilh. Schmitthenner aus dem Collegium, um eine Lehrerſtelle an der höheren Bürgerſchule zu Wiesbaden zu übernehmen.
Im Herbſte v. J. wurde der Collaborator Karl Schenck zum Gymnaſiallehrer, und der Gymnaſiallehrer Conrector Karl Ebhardt zum vierten etatsmäßigen Oberlehrer befördert.
Am 2. December v. J. ſtarb der Zeichenlehrer des Gymnaſiums, der Maler Karl Beyer.
Am Schluſſe des Schuljahres beſteht demnach das Lehrercollegium außer dem katho⸗ liſchen Herrn Pfarrer Stein, der den Religionsunterricht an die Schüler ſeiner Confeſſion ertheilt, aus folgenden Mitgliedern:
Director: Oberſchulrath Dr. Schmitt, Ordinarius in I;
Profeſſor Krebs, Ord. in IIa;
Profeſſor Adolph Schenck, für Mathematik und Naturwiſſenſchaften; Profeſſor Stoll, Ord. in II b;
Oberlehrer Ebhardt, Ord. in IV;
Conrector Becker, für franz. und engl. Sprache;
Conrector Hillebrand, Ord. in IIIa und b;
Religionslehrer Dr. Spieß*), Ord. in VI;
Gymnaſiallehrer Karl Schenck, für Mathematik und Naturwiſſenſchaften; Collaborator Wöll, Ord. in V;
Hilfslehrer Sauer.
*) Friedrich Auguſt Bernhard Spieß, geboren den 28. März 1845 zu Fleißbach, Amts Herborn, Sohn des Decans und Pfarrers Spieß zu Bechtheim, Amts Wehen, beſuchte die Gymnaſien zu Wiesbaden und Weilburg, 3*


