Aufsatz 
Naturgeschichte der Ameisen und Anleitung zur Bestimmung der nassauischen Arten : 1. Theil / Schenck
Entstehung
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36 den Abhängen dem Schellhof gegenüber. N. in der Erde unter Steinen, Moos, Naſen. Sch. 6, 7.

VI. G. Polyergus Lt.¹], Raub⸗D. 20) rufescens Et, röthliche R.(Ama⸗ zonen⸗A.). Brs jetzt noch nicht innerhalb unſeres Herzogthums, ſondern nur in deſſen Nähe bei Mombach in Rheiuheſſen aufgefunden, aber doch wohl auf dem naſſauiſchen Rheinufer vor⸗ kommend. In Wäldern. N. in der Erde, nur mit einer Mündung. Schw. im Sommer. Eine Raubameiſe(ſ.§. 8.). d

II. Subfamilie. Poneridae, Stachel⸗Ameiſen*]

VII. G. Ponera Lt., Walzen⸗St. 21) contracta Lt., zuſammengeſchnürte W. ³] Ziemlich ſelten; in ſchwach bevölkerten Colonien. In Wäldern, an warmen Abhängen, Wegen. N. in der Erde unter Moos, Raſen und Steinen. Die Brut iſt noch nie gefunden worden. Sch. 8 10.

III. Subfamilie. Myrmicidae, Knoten⸗Ameiſen*I.

VIII. G. Myrmica Et.(im engeren Sinne nach Mayr), Höcker⸗K. 22) laevinodis N.(nebſt den drei folgenden unter Formica rubra L. begriffen), glattknotige H. Die gemeinſte unter den verwandten Arten. In Wäldern, Gärten, an Wegen, auf Rainen, Wieſen, Grasplätzen, in Felsſpalten, in und auf alten Mauern. N. in der Erde unter Steinen, Moos, Raſen, ſeltener unter Erdhaufen, auch in alten Strünken und Stämmen, unter Baummoos und Baumrinde, in alten Mauern. Sch. 7 10. 23) ruginodis N., runzelknotige H. 24) sca- brinodis N., rauhknotige H. 5J. 25) lobicornis N.*), lappenhörnige H. 26) ru- gulosa N.(clandestina Foe.), runzelige H. Bei 23 25 Alles, wie bei No. 22. Die No. 26 ſelten.

IX. G. Leptothorax:] M.(Myrmica Lt.) Schmal⸗K. 27) acervorum F. Hau⸗ fen⸗Sch. In Wäldern, ſelten in Gärten und Alleen. N. in alten Baumſtämmen, beſonders unter Baummoos und Baumrinde, meiſt in alten Eichen, ſehr ſelten in der Erde oder auf Felſen unter Moos. Sch. 7, 8. Die Colonien ſehr ſchwach bevölkert. 28) Gredleri M. ³] (mussorum Sch.), Gredlers Sch. N. unter Moos und Baumrinde. Hier ſehr ſelten, nur an den Hecken des Ahäuſer Weges im Graſe gefangen. Sch. 7, 8. 29) tuberum N. Höcker⸗ Sch. Sehr ſelten, bisher nur bei Dillenburg gefunden. N. in der Erde unter Steinen und unter Baumrinde. Sch. Sommer. 30) unifasciatus Lt.*], einbindige Sch. In Wäldern und Gärten und an Wegen. N. unter Baumrinde und Baummoos, auch in der Erde unter Moos, in Felsſpalten, alten Mauern, Baumſtrünken. Sch. 7 9. 31) interruptus Sch. (dazu Myrmica simpliciuscula N.), unterbrochenbindige Sch. ¹0J. Selten. In Wäldern und an warmen Abhängen. N. in der Erde unter Moos und Raſen, auch in Felsſpalten.

110* νεεν⁶s, ſehr arbeitſam, eine für dieſes Genus durchaus unpaſſende Benennung, da dieſe Ameiſen die geraubten fremden Arbeiter allein arbeiten laſſen. 2]ονο⁴e[, mühſelig, bezieht ſich auf die Lebensweiſe der Ameiſen. Dieſe Unterfamilie iſt in heißen Ländern ſehr reich an Gattungen und Arten, letztere ſind zum Theil ſehr groß; die einzige naſſauiſche Art gehört zu den kleinſten Ameiſen. 3] contrahere, zuſammenziehen; der Name contracta bezieht ſich auf die Einſchnürung zwiſchen Segm. 1 und 2 des Hinterleibs. 4]⁵9α⁵, Ameiſe. 5] nodus, Knoten, laevis, glatt, ruga, Runzel, scaber, rauh; die Namen entlehnt von der Beſchaffenheit der Knoten des Stielchens. 6] 705:/, Lappen, cornu, Horn, von einem lappenförmigen Auswuchſe an der Fühlerbaſis. 7] Lenrös, dünn, 9, Bruſt, von dem ſchmalen Vorderleibe. 8] Gredleri, Gredler, ein Entomolog in Tyrol. 91 unus, einer, fascia, Binde, von der ſchwarzen Binde auf dem gelben Hinterleibe. 10] interrumpere, unter⸗ brechen, von der unterbrochenen ſchwarzen Binde auf dem gelben Hinterleibe.