Aufsatz 
Naturgeschichte der Ameisen und Anleitung zur Bestimmung der nassauischen Arten : 1. Theil / Schenck
Entstehung
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35. und Wegen, in Hecken, in und auf alten Mauern, in Felsſpalten. N. in der Erde unter Steinen, Moos, Raſen, ſelten unter Erdhaufen, nie unter einem Haufen zuſammengetragener Pflanzen⸗ theilchen. Sch. 6, 7, aber auch ſpäter, ſelbſt im Herbſt. 7) fusca L.(nigra Foe. nebſt gle- baria N.), braune B. Alles, wie bei der vorigen; auch oft in alten Baumſtämmen.

II. G. Lasius F. ¹](Formica Lt.), Höcker⸗D. 8) fuliginosus Lt., dierußfar⸗ bige H. In Wäldern, Alleen und Baumgärten. N. in alten Baumſtämmen, beſonders Eichen, auch Pappeln und Linden, ſelten unter der Erde, dann das N. nie von einem Haufen bedeckt. Sch. 5 9. 9) niger L.(Form. fusca Foe.), ſchwaczbraune H. Unſere gemeinſte und am wei⸗ teſten verbreitete Art, an den verſchiedenſten Localitäten. N. in der Erde unter Steinen, Moos, Raſen, ſehr oft von einem hohen Erdhaufen bedeckt, auch in alten Baumſtämmen und Strünken, in alten Mauern, Felsſpalten, zuweilen in den Wänden oder dem Gebälke eines Hauſes. Sch. 6 10. 10) alienus Foe. abweichende H. ²]. Alles wie bei den vorigen. 11) brun- neus Lt.(Form. timida Foe.), bräunliche H. In Wäldern und Alleen. N. in alten Stämmen, beſonders Linden und Eichen, ſehr ſelten in der Erde unter einem Steine, zuweilen in Hänſern. Eine zahlreiche Colonie niſtete in der Küche meines Hauſes, verſchwand aber nach dem Ausweißen derſelben; die M. und W. erſchienen frühe Morgens von 57 Uhr in Menge an den Fenſtern; auch in der hieſigen Pfarrkirche am Schloßgarten finden ſich Colonien, deren geflügelte ſich ebenfalls des Morgens an den Fenſtern zeigen. Sch. 6, 7. 12) flavus L., gelbe H. Ueberall ſehr gemein. Alles, wie bei nigra. Man ſieht die Arbeiter nie außerhalb des Neſtes. 13) umbratus N.(mixta Foe.), dunkelflügliche(ſchattige) H. Selten. N. in der Erde unter Steinen und Moos, auch in alten Mauern und Baumſtrünken, ſowie unter Baummoos. Sch. 7 9. 14) mixtus N. verwechſelte(vermiſchte) H. Alles, wie bei den vorigen. Sehr ſelten. 15) affinis Sch., verwandte H. Sehr ſelten. N. unter der Erde Sch. 8, 9. 16) incisus Sch. ³], eingeſchnittene H. Sehr ſelten. N. in alten Baum⸗ ſtämmen und unter Baummoos. In einer alten Linde bei Weilburg bewohnt dieſe Art mit L. fuliginosus das nämliche Neſt.

III. G. Camponotus M.(Formica Lt.), Bogen⸗D.*J. 17) ligniperdus Lt. 5), holzverderbende B.(große Baumameiſe). In Wäldern, ſelten in Gärten und an Wegen. N. in alten Baumſtämmen, beſonders Eichen und Pappeln und alten Strünken, ſelten in der Erde unter Steinen, Raſen, Moos, in alten Mauern und Lehmwänden. Sch. 4, 5 ſeltener 69.

IV. G. Tapinoma Foe.](Formica ILt.), Flachſchuppen⸗D. 18) erraticum Lt.(collina Foe. Form. glabrella N.), herumirrende F.(Hügel⸗F.). An Wegen, in Gärten, an Bergabhängen. N. in der Erde, unter Steinen, Moos, Raſen, in und auf alten Mauern, in Felsſpalten. Sch. 7, 8. In den Neſtern finden ſich immer viele ungeflügelte W.

V. G. Plagiolepis M.*],(Formica Lt., Tapinoma Sch.), Schrägſchuppen⸗D. 19) pygmacea Lt., zwergige Sch. An warmen Bergabhängen, bei Weilburg nur an

11 1 ¹o;s, zottig. 2] alienus, fremd, wahrſcheinlich ſo genannt, weil ſie, obgleich ſehr ähnlich der vorigen, doch eine ſelbſtſtändige Art iſt. 31 ineidere, einſchneiden, wegen der tief eingeſchnittenen Schuppe. 41-duοnro, krummen,»ros, Rücken, wegen des bogenförmig gekrümmten Thorax⸗Rückens. Das Genus Camponotus iſt in heißen Ländern reich an Arten; auch in Deutſchland kommen noch 6 Arten vor, meiſt im Süden. 51 lignum, Holz, perdere, verderben, mit Bezug auf ihren Aufenthalt in Baumſtämmen. in welchen ſie ihr Neſt aushöhlt. 6] ranewös, niedrig, von der auf dem Stielchen liegenden Schuppe. 7] m4 ½ os, ſchräg, Ients, Schuppe, von der liegenden Schuppe.