Aufsatz 
Naturgeschichte der Ameisen und Anleitung zur Bestimmung der nassauischen Arten : 1. Theil / Schenck
Entstehung
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N. Nylander, 1) Adnotationes in Monographiam formicarum borcalium, in act. soc. scient. Fennicac 1846; 2) Additamentum adnotationum in Monographiam formicarum borealium, in act. soc. scient. Fenn. 1848; 3) Additamentum alterum adnotationum in Monographiam formicarum borealium, in act. soc. scient. Fenn. 1848; 4) Synopsis

des Formicides de France et d'Algérie. 1856.

Ol. Olivier, Encyclopédie méthodique, Histoire naturelle.

Pz. Panzer, Fauna Insectorum Germaniae. Nürnberg, ſeit 1796(bis jetzt 190 Hefte mit über 4000 Abb.). 4

Sch. Schenck, Beſchreibung naſſauiſcher Ameiſenarteu, in den Jahrbüchern des Vereins für Naturkunde im Herzogthum Naſſau. VIII. 1852. Syſtematiſche Eintheilung der naſſau⸗ iſchen Ameiſen nach Mayr, ebendaſelbſt, Heft XI.

W. Westwood, Introduction to the modern classification of Insects. London 1840.

§. 17. Syſtematiſche Ueberſicht der naſſauiſchen Ameiſen, nebſt Aufenthalt, Neſtbau und Schwärmzeit. Abkürzungen: G. Genus; N. Neſt oder niſtet; ſch. ſchwärmt, die Ziffern dahinter zeigen den Monat an; M. Mänuchen; W. Weibchen; A. Arbeiter.. I. Subfamilie. Formicidae, Drüſenameiſen:I.

I. G. Formica L.(im engeren Sinne nach Mayr), Buckel⸗Drüſenameiſe. 1) rufa L.(nebſt major N.= piniphila Foe. und truncicola Foe. oper., polyctena²] Foe.) braunrothe B.(rothe Wald⸗ oder Haufenameiſe). In Laub⸗ und Nadelwäldern, ſeltener an Wegen, auf Rainen, in Gärten. N. unter der Erde, bedeckt mit einem hohen, oft ſehr umfangreichen Haufen von zuſammengetragenen Pflanzentheilchen, Coniferen⸗Nadeln, Holzſtückchen, Knospenſchuppen, Gras⸗, Halm⸗ und Moosſtückchen, oft mit Erdklümpchen und Steinchen untermiſcht, ſeltner in hohlen Eichen, alten Strünken, unter Baumwurzeln, in alten Mauern. 5, 6, zuweilen ſchon 4. 2) congerens N. zuſammentragende B. Alles, wie bei rufa. Colonien dieſer Art ſchwärmen zuweilen erſt im Spätſommer oder Herbſt. 3) truncicola N. ³], ſtrunkbewohnende B. Aufenthalt der vorigen. N. nnter der Erde, meiſt unter Steinen, Moos oder Raſen, zuweilen auch mit einem Haufen, wie bei den vorigen bedeckt, ſehr oft in alten Baumſtrünken, hohlen Wurzeln, alten Mauern, Fels⸗ ſpalten, Hecken. Sch. 6 8. 4) sanguinea Lt.(dominula N.)*], blutrothe B. N. und Aufenthalt der vorigen Art; das N. zuweilen von einem niedrigen Erdhaufen oder einem kleinen Haufen zuſammengetragener Pflanzentheilchen, beſonders Knospenſchuppen bedeckt. Sch. 6, 7. Eine Raubmeiſe(ſ.§. 8). 5) exsecta N. 5), ausgeſchnittene B. An Waldrändern. N. in der Erde unter kleinen Haufen von trockenen Grashalmen und anderen kleinen Pflanzen⸗ theilchen. Sch. 7, 8. Ich fand nur einmal ein Neſt bei Dillenburg. 6) cunicularia Lt. (nebſt stenoptera] Foe.), minirende B. In Wäldern, auf Wieſen, Grasplätzen, an Rainen

1] Zu den drei Subfamilien Formicidae, Poneridae und Myrmicidae, welche in Europa durch Gattungen vertreten ſind, kommen noch folgende drei, zu welchen nur Ameiſen der Tropenländer gehören: Odontomachidae, Cryptoceridae und Dorylidae. 2] rufus, braunroth, die Farbe des Thorax und Kopfes; pinus, Tanne, Kiefer, oadeiv, lieben; a02ννκν os, reich an Vieh, reich, von der Menge der Bewohner des Neſtes. 3] truncus, Stamm, Strunk, colere, bewohnen. 4] dominula von dominus, Herr, bezieht ſich auf die fremden Arbeiter, gleichſam Sklaven, sanguinea, auf die Farbe des Thoraxr. 5] exsectus, ausgeſchnitten, von dem tiefen Ausſchnitt der Schuppe und des Hinterkopfs. 6) orevös, ſchmal, eνν, Flügel. 5