37
Sch. 6, 7. 31) Nylanderi Foe.(cingulatus Sch.), Nylanders Sch.(gegürtelte Sch.) ¹] Selten. In Wäldern und Gärten. N. in alteu Baumſtämmen und Strünken, be⸗ ſonders unter Baummoos, auch in Felsſpalten. Sch. 7— 10. 33) parvulus Sch., kleine Sch. Sehr ſelten, bisher nur auf dem Gänsberge bei Weilburg, am Fuße alter Eichen, die aber jetzt ausgehauen ſind, im Graſe gefangen. 34) corticalis Sch., Rinden⸗Sch. Sehr ſelten. In Wäldern. N. in alten Eichſtämmen, beſonders unter der Rinde in kleinen Geſellſchaften.
X. G. Tetramorium M.(Myrmica ELt), Vierglied⸗K. ²]. 35) caespitum L. (fuscula N., nebſt impura und modesta Foe.), Raſen⸗V. Eine der gemeinſten Ameiſenarten. Ueberall, zuweilen in Häuſern. N. in der Erde unter Steinen, Moos, Raſen, oft unter hoch aufgethürmten Erdhaufen, in und auf alten Mauern, in Felsſpalten, alten Baumſtämmen und Baumſtrünken. Die N. ſind ſehr ſtark bevölkert und oft von bedeutender Ausdehnnng. Eine der biſſigſten Ameiſen. Sch. 6— 10.
XI. G. Asemorhoptrum M.(Myrmica Lt.), Stiel⸗K. 3j. 36) lippulum N. (Minkii Foc.)*], kleinäugige St. In Naſſau äußerſt ſelten. Ich fing nur einen einzigen Arbeiter bei Weilburg, ſonſt noch nirgends in Naſſau entdeckt. Vielleicht eine Schmarotzer⸗ Ameiſe(ſ.§. 8); in Rheinpreußen wurden mehrere Exemplare in einem N. des Lasius fuligi- nosus gefunden. N. und Schw. unbekannt.
XII. G. Myrmecina Curt.(Myrmica Foe.), Zahn⸗K. 37) Latreillii Curt.(Myrm. striatula N., bidens Foe., graminicola Foe. mas.) 5], Latreille's Z.(geſtreifte, zweizähnige Z.). Sehr ſelten. N. in der Erde, in Wäldern, in Gärten, an Wegen, auf Mauern. Sch. 8— 10.
XIII. G. Atta Lt., Buckel⸗K.*) 38) subterranea Lt., unterirdiſche B. Selten. In Wäldern, an Wegen. N. in der Erde unter Moos, Raſen und Steinen, auch in und auf alten Mauern. Sch. 8. 39) structor Lt., mauernde B.*] Wohl nur eingeſchleppt aus wärmeren Ländern; in Südeuropa, auch ſchon in Süddeutſchland einheimiſch(ſ.§. 14); nur in einigen Apotheken Wiesbadens colonienweiſe in allen Geſchlechtern gefunden, aber wie es ſcheint, wieder ausgegangen.
XIV. G. Tomognathus M., Schneidkiefer⸗K.*] 40) atratulus Sch.(Myrmica atratula Sch. Naſſ. Jahrb. VIII. mit Ausſchluß der Arbeiter), ſchwarze Sch. Nur muth⸗ maßlich zu dieſem Genus gerechnet, da die A. unbekannt ſind. Was ich früher für die A. dieſer Art hielt, ſind A. des Tetramorium caespitum, in deſſen Neſt dieſe Art wohnt. Ich habe in⸗ deſſen nur 2 N. mit den geflügelten W. des Tom. atratulus gefunden, dieſe aber in Menge. Die A. des Tetramorium ſchleppten ſie ſchnell in das N. hinab, als ich den daſſelbe bedeckenden Stein aufhob. In dem einen dieſer 2 N. befand ſich eine Menge ungeflügelter, blaß braun⸗ gelber Individuen, ganz von Geſtalt und Größe der W.; ein mitgenommenes bewies ſich als
1] Nylander, ein berühmter Hymenopterolog zu Helſingfors in Finnland; eingulus, Gürtel, von der ſchwarzen, den Hinterleib umgebenden Binde.— 2] rerga-, vierfach, in Zuſammenſetzungen, 4e60*, Theil, von den vierglied⸗ rigen Kiefertaſtern.— 3] c*οο⁹ε, undeutlich, 6bnroov, Keule, von den allmählig zu einer Keule ſich verdickenden Fühlern.— 41] lippus, triefäugig, nicht gut ſehend, bezieht ſich auf die ſehr kleinen Netzaugen der Arbeiter; Mink, ein Entomolog in Crefeld.— 5] Latreille, ein franzöſiſcher Entomolog; bidens, zweizähnig, bezieht ſich auf 2 kleine Zähnchen am Kopfſchilde.— 6] Dieſes Genus iſt in heißen Ländern reich an Arten; in Europa gibt es deren 6, wovon die 2 naſſauiſchen die einzigen deutſchen ſind, die übrigen in Süd⸗Europa.— 7] struere, errichten, erbauen. bezieht ſich auf den Erdaufwurf um den Eingang des Neſtes herum.— 81 eu*ο, ſchueiden,„r os, Kiefer, von dem zahnloſen, zugeſchärften Rand ihrer Oberkiefer.


