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Metanotum hat nur einen kleinen Baſaltheil. Das Meſonotum bildet den größten Theil des Thorax als Stütze der Vorderflügel; von ihm iſt das Schildchen durch eine Furche getrennt, hinter welchem noch ein ſchmaler, ebenfalls durch Furchen abgetrennter Theil, das Hinter⸗ ſchildchen. Punktaugen ſind immer vorhanden, die Netzaugen oft größer, als bei den Arbeitern, der Kopf aber kleiner. Auch die W. mehrerer Arten variiren ſehr in der Farbe, z. B. bei Formica cunicularia.
Die Männchen halten meiſtens die Mitte zwiſchen den W. und A. Oft ſind ſie von den A. wenig oder gar nicht verſchieden, dagegen weit kleiner, als die W., z. B. bei Lasius, zuweilen kleiner, als die größten Individuen der A., z. B. bei Camponotus ligniperdus. Bei unſeren Arten ſind ſie immer ſchwarz, braunſchwarz oder ſchwarzbraun. Ihr Thorax hat denſelben Bau, wie bei den W. Sie haben dickere und größere Netzaugen, als die W. und A., und immer Nebenaugen. Ihre Fühler ſind länger, der Schaft in der Regel kürzer, zuweilen ſehr kurz, die Geißel fadenförmig. Wegen der Gliederzahl vergl.§ 2. Der Hinterleib hat 1 Segment mehr und in der Regel eine andere Geſtalt. Der Kopf iſt kleiner und niedergebogen, der Thorax vorn ſtark gewölbt, über den Kopf erhaben, die Oberkiefer kleiner und ſchwächer, oft wenig oder gar nicht gezahnt, wo ſie bei W. und 2. mehrzähnig ſind, die Beine länger und dünner, der ganze Körper ſchmächtiger.
Bei manchen ausländiſchen Arten kommt noch eine zweite fluͤgelloſe Form vor, Soldaten genannt, größer als die A. und mit enorm großen Köpfen und weit kräftigeren Oberkiefern. deren Kaurand bei einigen Aaten zahnlos und ſchneidend iſt, während bei den A mehrzähnig. Dieſe Form findet ſich z. B. bei 2 ſüdeuropäiſchen Arten mit ſehr kleinen A., Pheidole pusilla und pallidula. Die dickköpfigen größeren Arbeiter, welche ſich bei manchen unſerer Arten finden, z. B. bei Camponotus ligniperdus, können nicht als dieſe Form betrachtet werden, weil zwiſchen ihnen und den kleinköpfigen und kleinen Arbeitern die deutlichſten all⸗ mähligen Uebergänge Statt finden. Der Name„Soldaten“ iſt von den Termiten entlehnt, bei welchen eine dickköpfige ungeflügelte Form zur Vertheidigung des Neſtes beſtimmt zu ſein ſcheint. Für die genannten europäiſchen Arten ſcheint er nicht zu paſſen, weil hier dieſe Soldaten keinen beſonderen Muth zeigen, ſondern vielmehr furchtſam und feige ſind; wohl aber iſt er bei tro⸗ piſchen Arten ſehr bezeichnend.
§. 4. Neſtbau, Aufenthalt. Die Ameiſen ſind geſellige Inſekten und zwar dau⸗ erndgeſellige, wie unſere Hausbiene, während z. B. die Hummeln und geſelligen Wespen einjährig geſellige ſind. Ein Neſt erhält ſich mit ſeiner Colonie viele Jahre lang, indem ſich ſeine Bewohner, welche wahrſcheinlich nicht über 1 Jahr alt werden, jährlich durch die Jungen ergänzen. Die A. und eierlegende W. überwintern in der Tiefe des Neſtes in erſtarrtem Zuſtande und bevölkern im Frühjahr das nämliche Neſt, während bei den Hummeln und ge⸗ ſelligen Wespen jede Geſellſchaft ſich im Herbſte auflöſt, alle A. und M. umkommen und nur die befruchteten W. den Winter überdauern und im Frühjahr den Grund zu einem neuen Neſte und einer neuen Geſellſchaft legen. Die Zahl der Bewohner eines Neſtes iſt bei den meiſten Arten ſehr groß, zumal die der A., viele Tauſende betragend; dagegen gibt es auch Arten, deren Neſter ſchwach bevölkert ſind, ſelbſt ſolche, wo die Zahl der A. nur mehrere Dutzond beträgt. Neu gegründete Geſellſchaften beſtehen anfangs nur aus wenigen Individnen. Ueber Zahl und Vorkommen der geflügelten Geſchlechter ſ.§. 5 u. 6. Es gibt Neſter, in welchen ſich mehrere Jahre hintereinander außer den A.(zur Schwaͤrmzeit) nur Männchen, nie geflügelte Weibchen finden, ebenſo kommen auch Neſter ohne Männchen vor.


