Aufsatz 
Monographie der geselligen Wespen mit besonderer Berücksichtigung der Nassauischen Species
Entstehung
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35 4) Die Bade⸗ und Schwimmanſtalt

war den Sommer über von faſt allen Schülern nach Klaſſenabtheilungen ſehr ſtark beſucht; den Unterricht im Schwimmen ertheilte in beſonderen Stunden, und die Aufſicht beim Baden beſorgte der hieſige Burger und Damaſtweber G. Landmann.

C. Aeſthetiſche Bildung.

Der unter der Leitung des Geſang⸗ und Muſiklehrers Droͤs beſtehende muſikaliſche Verein von Gymnaſiaſten, 16 an der Zahl, ſetzte ſeine Uebungen mit 1 Flöte, 3 Clarinetten, 1 Trompete, 8 Violinen, 1 Viole, 1 Violoncell und 1 Baß zweimal wöchentlich in ůberaus eifriger Weiſe fort und lieferte ſehr erfreuliche Reſultate.

An den Mittwochs und Samſtags um 1 Uhr vom Zeichenlehrer Durſt ertheilten Privat⸗ ſtunden im Zeichnen nahmen 20 Schüler, einige aus den 5 Oberklaſſen, Theil.

An dem vom Tanzlehrer Liebich ertheilten vorzüglich auf anſtändige Körperhaltung und Aneignung feiner Umgangsformen mitberechneten Peivakuntekricht im Tanzen nahmen 20 Gym⸗ naſiaſten Theil, und die im Tanzen geuͤbten Schuͤler der Prima, theilweiſe auch der Secunda, er⸗ hielten die Erlaubniß, den Tanzvergnügungen der hieſigen Honoratioren beizuwohnen, wozu die ſehr dankenswerthe Einladung von dem verehrlichen Ball⸗Comité aus der Mitte des hieſigen Herzoglichen Officiercorps bereitwillig vorausgegangen war.

Sogenannte Gymnaſial⸗Concerte, d. h. Geſang⸗ und muſikaliſche Vorträge abwechſelnd mit Declamationen fanden im Winterſemeſter an zwei Abenden, nämlich des 14. Nopember und 16. December ſtatt. Das letztere war zur Feier des Hohen Namenstags Ihrer Hoheit der regierenden Frau Herzogin Adelhaid beſtimmt. Außerdem fanden mehrere kleinere Abenöunterhelungen von Seiten des Gymnaſial⸗Muſi kvereins ſtatt.

p. Disciplin.

Die für die Disciplin in der Anſtalt, wie außerhalb derſelben geltenden, zum Theil durch ergänzende Zuſäͤtze erweiterten geſetzlichen Beſtimmungen waren conſequent ausgeführt worden; die Erfolge hiervon waren erfreulich. Zumeiſt bethätigten die Primaner als Vorbilder für ihre jungeren Mitſchüler den Sinn für Ordnung und Geſetzlichkeit und ein durchaus ihrer Stellung und Bldung würdiges Verhalten in und außer der Schule.

Nur gegen einen ſeit Oſtern 1852 der Anſtalt und zwar einer Gymnaſalklaſſe angehörigen,

von Haus aus verlogenen Sanlen Els fellene Ausnahme, nuußten die ſirengſttn. S af ntht ejen kige wender werden. z14 Eine große Schwierigkeit in der Handhabumg der außern Disciplin ereitek der Anſtalt der Umſtand, daß die von auswärtigen Schülern und deren Eltern immer mehr geſuchte ſogenannte halbe Koſt für erſtere faſt allgemein dahier geworden iſt, wodurch ein die Erziehung und Leitung der jungen Leute foͤrderndes Verhältniß derſelben zu ihren erfahrenen achtbaren Hauswirthen nicht lebendig erhalten werden kann. Die Eltern ſollten eine ſolche Einrichtung, wenn die Veſchrauf hei ihrer Mittel ſie nicht unbedingt gebietet, durchaus zu vermeiden ſuchen. mng 4 In die Hausbeſuche der Schuler hatten ſich die Lehrer in der Weiſe getheilt, daß die

Klaſſenordinarien i in der erſten Hälfte jedes Monats, die übrigen Lehrer in der letzten die fremden 5*