Aufsatz 
Monographie der geselligen Wespen mit besonderer Berücksichtigung der Nassauischen Species
Entstehung
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18 Oder am Schluſſe der Schilberung des Lebens der Honigbiene:

His quidam signis atque haec exempla secuti,

Esse apibus partem divinae mentis, et haustus Aetherios dixere. Deum namque ire per omnes Terrasque tractusque naris, coelumque profundum; Hinc pecudes, armenta, viros, genus omne ferarum, Quemque sibi tenues nascentem arcessere vitas; Scilicet hue reddi deinde ac resoluta referri Omnia, nee morti esse locum; ad viva volare Sideris in numerum, atque alto succedere coelo.

Mancher, von ſolchem Beweiſe geführt, und ſolcherlei Beiſpiel, 1

Lehrete, daß in den Bienen ein Theil des göttlichen Geiſtes

Wohn', und ätheriſcher Hauch. Denn die Gottheit gehe durch alle

Lande ſowohl, als Räume des Meeres und Tiefen des Himmels;

Schafe daher und Rinder, der Menſch und des Wildes Geſchlechter,

Jedes bei ſeiner Geburt entſchöpf' ihr zarte Belebung;

Siehe, auch dorthin kehre dereinſt, der Verweſung entronnen,

Alles zurück, und nirgend ſei Tod; es ſchwinge ſich lebend

Mit in die Zahl des Geſtirns, und ſchweb' hoch unter dem Himmel. 3 Voß.

Wenn auch die geſelligen Wespen in ihrer Lebensweiſe mit der Honigbiene vielfältig über⸗ einſtimmen, ſo finden ſich doch zwiſchen beiden wieder ſehr weſentliche Verſchiedenheiten, ſo vorerſt in Rückſicht ihrer Neſter. Die Neſter aller einheimiſchen geſelligen Wespenarten, 2 ausgenommen, beſtehen aus einem grauen, meiſt jedoch heller und dunkler geſtreiften, löſchpapierartigen Stoffe, verfertigt aus halbvermodertem Holze von Planken, Latten, Pfoſten u. dergl.; nur bei vespa erabro

und valgaris Pz.(von Burmeiſter germanica genannt,) aus einer ſich leicht zerbröckelnden Maſſe, bei jener von braunrother, ſeltener gelblicher, bei dieſer immer gelblicher Farbe, ebenfalls ſchön ge⸗ ſtreift, deren Grundſtoff die Rinde lebender Bäume iſt, vielleicht auch bei den gelblichen Neſtern das Holz der Pappel⸗ und Obſtbäume. Die Neſter der zur Gattung Vespa gehörigen Species beſtehen aus einer kugeligen oder länglich runden Hülle und einer größeren oder geringeren Zahl darin befindlicher Scheiben, die der einheimiſchen Poliſtes⸗Arten nur aus 1, ſelten 2 Scheiben ohne Hülle. Die Hülle iſt rings geſchloſſen und hat am unteren Ende ein dem Körper einer Wespe entſprechendes Flugloch, bei Vespa germanica F. 2 ſolcher Oeffnungen an entgegengeſetzten Seiten, die eine zum Ein⸗, die andere zum Ausfliegen. Die Hülle iſt aus mehreren, ja öfters 12 bis 15, einander umſchließenden, aber nicht unmittelbar auf einander liegenden Blättern zuſammen⸗ geſetzt, wodurch ſie zur Abhaltung der Näſſe von den Scheiben ſehr geeignet wird. Meiſtens macht ein ſolches Blatt ein Ganzes aus, zuweilen z. B. bei Vespa germanica F. iſt es aus einzelnen Lappen ſchuppenförmig zuſammengeſetzt. Bei dem Neſte der V. tridens bedecken die 8 äußerſten Hüllen nur einen Theil des Neſtes und eine ragt über die andere hervor. Bei Vespa Holsatica