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beſteht aus dreierlei Individuen, fruchtbaren Weibchen, Männchen und Arbeitern. Die Weibchen ſind am größten, die Arbeiter am kleinſten. Eigentlich ſind letztere verkümmerte Weibchen, entweder alle oder doch meiſtens des Eierlegens unfähig, aber mit einem auf die Pflege und Erhaltung der Brut gerichteten Triebe verſehen. Meiſtens ſind die Weibchen den Arbeitern an Farbe und Zeich⸗ nung gleich; bei einigen Arten weichen ſie etwas ab. Beide haben 12 Fühlerglieder und 6 Hinter⸗ leibsſegmente, ſchwach keulenförmige, kürzere Fühler als die Männchen, aber mit längerem Schafte, und einen dickeren, längeren, ſtumpferen Hinterleib, und ſind mit einem Stachel bewaffnet. Unter den Arbeitern gibt es größere und kleinere, erſtere halten manche für fruchtbar, aber nur fähig, Männchen oder auch Arbeiter hervorzubringen. Denſelben Unterſchied der Arbeiter findet man auch bei den Bienen, Hummeln und Ameiſen, und die obige Beobachtung will man auch hier gemacht haben. Die Männchen ſtehen in der Größe zwiſchen beiden in der Mitte; wo das Weibchen eine abweichende Farbe hat, gleichen ſie darin den Arbeitern; öfters aber weichen ſie von dieſen in der Zeichnung des Kopfſchilds und Metathorar und der Farbe der Fühler ab. Ihre Fühler haben 13 Glieder und ſind weit länger, nach oben verſchmählert und zugeſpitzt, bei den 2 Arten des Genus Lolistes hakenförmig umgekrümmt. Der Hinterleib hat 7 Segmente, und iſt ſchlanker und ſpitzer; der Stachel fehlt. Jedoch finden ſich die Männchen nur vom Ende des Sommers an in den Wespenneſtern, und bis dahin enthält jedes Neſt auch nur 1 Weibchen, welches überwintert hat; zu jener Zeit aber entwickeln ſich auch junge Weibchen, welche unter ſich und mit den alten in Frieden leben, was bekanntlich bei den Honigbienen nicht der Fall iſt.
§. 11. Unterſchied der Papierwespen von ähnlichen Inſekten. Nicht allein unter den Hymenopteren, ſondern auch in andern Ordnungen gibt es Inſekten, welche den Falten⸗ wespen ſo ähnlich ſind, daß ſie von Unkundigen häufig damit verwechſelt werden. Am nächſten ſteht den Wespen die Familie der Grabwespen(Sphegiden). Von dieſen ſind manche Species ſo wespenähnlich, daß ſie ſelbſt Linnée zu ſeiner Gattung Vespa gezogen hat. Die Fal⸗ tung der Flügel im Zuſtande der Ruhe, die tiefe Ausrandung der Augen, die vierzipfelige mit Drüſen beſetzte Zunge, die Geſtalt des Pro⸗ und Meſothorar unterſcheiden die eigentlichen Wespen von den wespenartig gefärbten Sphegiden. Einige ſpeciellere Unterſcheidungsmerkmale mögen hier noch folgen. Wespenähnlich gefärbt ſind unter den Sphegiden: 1) die meiſten Species des Genus Crabro(im weiteſten Sinne) nebſt Oxybelus, aber ſchon verſchieden durch die einzige Cubital⸗ zelle und die kurzen fadenförmigen Fühler, dann den ſilber⸗, ſelten meſſingglänzenden Kopfſchild; 2) Mellinus arvensis, nebſt den folgenden unter 3 und 5 angeführten Gattungen mit der⸗ ſelben Zahl von Cubitalzellen, wie die Wespen, aber die 2 rücklaufenden Adern münden in die zweite und dritte Cubitalzelle und die Fühler ſind dünn und fadenförmig; 3) Philanthaus und Cerceris, bei welchen die 2 rücklaufenden Adern ebenfalls in die zweite und dritte Cubitalzelle münden, und bei Cerceris iſt außerdem die zweite Cubitalzelle dreieckig und in einen Stiel ver⸗ längert; 4) Hoplisus, Gorytes, Stizus, Nysson, welche ſämmtlich nicht allein in der Zahl der Cubitalzellen, ſondern auch in der Einmündung der 2 rücklaufenden Adern(nämlich in die 2te C. Z.) mit den eigentlichen Wespen übereinſtimmen, aber durch die Geſtalt des Pro⸗ und Meſothorar ſich unterſcheiden, außerdem durch die fadenförmigen Fühler und das letzte Genus durch die dreieckige Geſtalt der mittleren Cubitalzelle; 5) Bembex, ebenfalls mit derſelben Einfügung der rück⸗ laufenden Adern, aber durch die rüſſelförmig verlängerte Oberlippe leicht unterſcheiddar. Die
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