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der Knabe merkt, daß ſeine beßten Lebensfuͤhrer, ſowohl die haͤuslichen als die oͤffentli⸗ chen, nur ausſchließend fuͤr ſein Seelenwohl und gegen ſeine in ihm wohnenden feindli⸗ chen Maͤchte ein freundſchaftliches und zugleich feſtes Schutz⸗ und Trutzbuͤndniß mitein⸗ ander ſchloſſen, und beide Theile unabaͤnderlich auf dem gemeinſchaftlichen Entſchluß be⸗ harren, bis dieſe oder jene Unart abgelegt und dieſe oder jene Tugend herrſchend gewor⸗ den iſt, ſo ordnet er williger den angebornen, wilden Freiheitsſinn dem allgemeinen Vernunftzwecke unter, und verfolgt froͤhlicher und leichter die von der Religion und Sittlichkeit bezeichnete Bahn, welche allein zum heiteren Genuſſe des reinſten Menſchen⸗ lebens hinfuͤhrt. Gluͤckliche Erfahrungen dieſer Art,— ich geſtehe es mit wahrer Won⸗ ne,— wurden mir vielfaͤltig bei meiner hieſigen ſiebenzehnjaͤhrigen Amtsfuͤhrung zu Theil. Dank, ja heißer Dank werde hier gebuͤhrend jenen achtungswuͤrdigen Aeltern gezollt, welche die Bemuͤhungen der Lehrer ſo kraͤftig unterſtuͤtzten, und es dieſen moͤg⸗ lich machten, die ihnen anvertrauten Zoͤglinge ſo wuͤrdig zu dem hoͤheren Studienleben vorzubereiten! Durch ihren wirkſamen Beiſtand wurde das Lehreramt in der That ein doͤchſt entzuͤckendes Freudenamt! Aber wie traurig, wie niederbeugend fuͤr den Lehrer⸗ muth wirkt hingegen das Benehmen ſo mancher Aeltern, wenn ſie zu der des gerechte⸗ ſten Tadels wuͤrdigen Sitte herabſinken, vor den Ohren ihrer Soͤhne uͤber die Veranſtal⸗ tungen der oͤffentlichen Schule mißbilligend und laut zu reden, und jene daher zunaͤchſt veranlaſſen, bei allem, was die Lehrer Heilſames angeordnet haben, den Geiſt des Wi⸗ derſpruches zu zeigen, und mit weniger Treue die aufgetragenen Pflichtgeſchaͤfte zu er⸗ fuͤllen. Da geht der gehoffte, reiche Segen der oͤffentlichen Schulbildung unwiederbring⸗ lich verloren; da entſteht in dem bekuͤmmerten Lehrerherzen der geheime Wunſch, daß der im elterlichen Hauſe ſo uͤbel geleitete Zoͤgling zu ſeinem ewigen Seelenheil noch vor dem vollendeten Knabenalter den Bildungsort unverzuͤglich vertauſchen moͤchte. Zu den hier beſchriebenen und den in jener vor vier Jahren herausgegebenen Schul⸗ ſchrift bemerkten Mitteln zur Befoͤrderung der Erziehung und des oͤffentlichen Unterrichts fuͤge ich noch einige dringende Bitten und Wuͤnſche,— und dieſe nur an die theuren Aeltern der dem hieſigen Paͤdagogium anvertrauten Zoͤglinge gerichtet! Sie fließen nicht blos aus meinem, ſondern auch aus dem Herzen der mit mir ſo einmuͤthig handelnden Lehrer, und ſtehen mit dem angeknuͤpften Gegenſtand in der genaueſten Verbindung: 4 Der Vater, oder die Mutter, wenn ſie es bei ihren vielfaͤltigen Hausſorgen ver⸗


