Aufsatz 
Von einigen Beförderungsmitteln des öffentlichen Unterrichts und der Erziehung
Entstehung
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richte und jene aus der öffentlichen Staatserziehung hervorgegangenen Subjecte, welch ein bedeutender Unterſchied liegt zwiſchen beiden ob! Jene zeigen ſich meiſtens verzaͤrtelt, verwoͤhnt, eigenſennig und empfindlich, oft nur einſeitig in wiſſenſchaftlicher Hinſicht ge⸗ bildet, ja ſogar bei dem Stuͤckwerk ihres Wiſſens von einem gewiſſen heilloſen Duͤnkel ergriffen. Bis zum Ende ihrer Entwickelungsperiode nur von dem Auge ihres Mentors bewacht, und von dem Umgange mit den Genoſſen ihres Alters zu ſorgfaltig geſchieden, finden ſie ſich ungeuͤbt, in dem groͤßeren Kreiſe der Menſchen mit edler Freyheit zu han⸗ deln, haben ſie wenig gelernt, mit vertraulicher Liebe an die Lebensgenoſſen ſich anzu- ſchmiegen und in ihren traurigen Verhaͤltniſſen als huͤlfreiche Engel zu wirken. Und wie ungeſchickt benehmen ſich ſolche Sonderlinge, ſobald ſie von dem kloͤſterlichen Erziehungs⸗ zwange befreit, in dem academiſchen Gebiete auftreten, oder ſpaͤterhin in das Triebrad des vollen Menſchenlebens einzugreifen genoͤthigt ſind! Wahrlich, wer dieſe und die uͤbrigen Nachtheile der Privaterziehung dieſer Art zu uͤberſehen vermag, wird der oͤffentli⸗ chen Schulerziehung freiwillig das Lob zugeſtehen, daß ſie hauptſaͤchlich faͤhig ſey, den Menſchen, ſo wie er einſt handeln ſoll, ins Daſeyn zu rufen! Nur da gedeihen die Pflanzen; nur da, wo in gemiſchter Geſellſchaft und bis zum Schluſſe der Studienjahre die intellectuellen, ſittlichen und religioͤſen Kraͤfte ſich gegenſeitig oft beruͤhren, und wett eifernd reiben muͤſſen, wo ferner das Selbſt⸗ und Mitgefuͤhl der jungen Muſenſoͤhne durch die im lebhaften Style vorgefuͤhrten Bilder Roms und Athens, eben weil ſie in der gemiſchten Schulverſammlung ein allgemeines und unbeſchreibliches Intereſſe erregen, ſo machtig gehoben und geſtaͤrkt wird, nur da bluͤhen jene Pflanzen kraͤftig und herrlich empor; nur da wird der Menſch ſtaͤrker an den Menſchen gewieſen, und oft im wechſel⸗ ſeitigen Umgange belehrt, wenn auch bisweilen durch bittre und ſeinem Alter gemaͤße Er⸗ fahrungen, die emporgeſtiegene Jugendhitze zu mildern und in die Schranken vernuͤnftiger Ordnung zuruͤck zu treten. Nur da entkeimt fruͤhzeitig Theilnahme fuͤr Menſchenwohl und Menſchenbegluͤckung, indem die beſtaͤndige Schulgenoſſenſchaft, das immerwaͤhrende Bey⸗ ſammenleben und der in fruͤher Jugend gluͤhende Wunſch, der bedraͤngten Unſchuld bei⸗ zuſtehen, es mehr unmoͤglich macht, ſich von dem, was Menſchenheil befoͤrdert, egoi⸗ ſtiſch auszuſchließen. Freilich iſt hier die Bedingung vorauszuſetzen, daß die hoͤchſte Schulbehoͤrde, in Hinſicht auf die inneren und aͤußeren Schuleinrichtungen, ihre Pflicht auf die beßt moͤglichſte Weiſe ſich entlediget hat, und daß in dem zur reinſten Menſchenbildung