Aufsatz 
Von einigen Beförderungsmitteln des öffentlichen Unterrichts und der Erziehung
Entstehung
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es je einmal zu dieſer beengten und verſchloſſenen Handlungsweiſe zwiſchen Aeltern und Lehrer wieder komme! Vom edlen Erziehungsgeiſte durchdrungen, werden beide die Haͤnde zu dem wohlthaͤtigen Geſchaͤfte ſich reichen, und mit vereinigter Liebe die Rathſchläge und Erfahrungen aller jener Heroen, welche die jetzt lebende Welt im Gebiete der Volks⸗ und gelehrten Ausbildung mit dem ehrenvollen Namen»Retter der Menſchheit« gebuͤhrend bezeichnet, in Anwendung bringen, und mit Gottes Huͤlfe und gereifter paͤdagogiſchen Kenntniß das heilſame und wonnebringende Werk vollenden.

Ich habe zwar ſchon in der vor vier Jahren herausgegebenen Einladungsſchrift: »Ueber die Mitwirkung der Aeltern zur ſittlich religioͤſen Bildung ihrer den oͤffentlichen Schulen anvertrauten Kinder« lebhaft auszuſprechen verſucht, wie die obenerwaͤhnte Ver⸗

einigung auf das Leben der Kinder ſo fruchtbar wirken koͤnne; aber da im verfloſſenen

Jahre die oͤffentlichen gelehrten Anſtalten unſers Landes eine mit der fortſchreitenden Cultur

unſers Zeitalters uͤbereinſtimmende und zugleich wohlthatige Tendenz empfingen, ſo finde ich es dem Zwecke gemaͤs, jenen damals nicht erſchoͤpften Gegenſtand noch einmal aufzu⸗ faſſen, und in der gegenwäͤrtigen Schrift die uͤbrigen Mittel anzudeuten, durch welche die

oͤffentliche Erziehung und der damit verbundene Unterricht vorzuglich befoͤrdert wird. Ich habe hierbei die volle Ueberzeugung, daß die mit Freyſinn ausgeſprochenen Aufforderungen den gewuͤnſchten Eingang finden, und auch dießmal die Abſicht nicht verfehlt zu haben, wuͤrde fuͤr mich eine entzuͤckende Wonne ſeyn.

So oft hoͤrt man ſagen: Sollte es nicht gerathener ſeyn, die zur gelehrten Ausbil⸗ dung beſtimmten Soͤhne einem geſchickten Hauslehrer oder etwa einem nicht zu zahlreich uͤberfuͤllten Privatinſtitute, ſelbſt auch mit einem bedeutenden Aufwande zu uͤberlaſſen, als

ſie den ſittlich religioͤſen Gefahren blos zu ſtellen, welchen ſie in den oͤffentlichen Schulan⸗

ſtalten ſo haͤufig ausgeſetzt ſind? Werden nicht die eigenthuͤmlichen Ideen und Maximen, welche die Familienerziehung unſern Soͤhnen einzuhauchen ſich vorſetzte, durch den Zuſam⸗ menfluß der Kinder aus den verſchiedenartigſten Staͤnden in den oͤffentlichen Schulen wie⸗ der verdraͤngt und verwiſcht? Die Antwort auf die hier eingeworfenen Fragen mag dem,

welcher das fruͤhe Erziehungsleben eines Menſchen in ſeinem ganzen Umfange noch nicht erkannt, und zugleich mit ſeiner Erziehungsweiſe die eigenſinnigſten und von der Geburt.

und dem Stande herruͤhrenden Begriffe verbunden hat, eben nicht willkommen und gefaͤl⸗ lig erſcheinen. Man uͤberblicke nur genau nach der Mehrzahl die aus dem Privatunter⸗