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ſowohl im haͤuslichen als oͤffentlichen Leben eintreten, und dieſe nicht etwa mit allem Ernſte vor den Ohren der Kinder die Theater⸗ und Tanzbeluſtigungen dem Beſuche des Gottesdienſtes bei weitem vorziehen, wie ich leider erfahren habe, und dadurch fruͤhzeitig den Grund zur Gleichgaͤltigkeit gegen die Religion in das leicht empfaͤngliche jugendliche Herz pflanzen. Die Ael⸗ tern muͤſſen ſich endlich bemuͤhen, dem Sohne und der Tochter den Religions⸗Unterricht wichtig zu machen, ſich ſelbſt redlich dafuͤr intereſſiren, und beſonders in guͤn⸗ ſtigen Tagesſtunden religioͤſe Gegenſtaͤnde zu Unterredun⸗ gen mit ihnen waͤhlen.(Man leſe hieruͤber Loſſius Schrift: Gumal und Lina, weiter nach!)
Aus dieſen genannten Mitteln geht es deutlich her⸗ vor, was Aeltern fuͤr den oͤffentlichen Religions⸗Un⸗ terricht und fuͤr die Religioſitaͤt ihrer Kinder thun koͤn⸗ nen. Sie werden alsdann mehr als Eine Gelegenheit haben, die Anſichten derſelben zu berichtigen oder zu begruͤnden, ihnen fuͤr Religion Achtung einzufloͤßen ſie fuͤr religioͤfe Belehrungen empfaͤnglicher zu machen und ſo in Verbindung mit dem Lehrer ihre ſittlich⸗eligioͤſe Bildung zu befoͤrdern.
Wenn der Unterricht und andere Bemuͤhungen des Lehrers mit gluͤcklichem Erfolge gekroͤnt werden ſollen, ſo muͤſſen redliche, fuͤr ihre Kinder beſorgte, Aeltern mit dem Beftreben, ſie zur Religioſitaͤt zu erziehen, die


