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inneren Organe und die innere Einrichtung der Pflanzen und Thiere, ſo wie auf Zweck und Verrichtung der Organe aufmerkſam gemacht werden muß. Sehr zweck⸗ maͤßig und bildend moͤchte es deßhalb ſein, wenn zuweilen an Pflanzen, kleinen Thieren und einzelnen wichtigen Theilen groͤßerer Thiere vor den Augen der Schuͤ⸗ ler Zergliederungen vorgenommen, oder ihnen bei Oeffnung groͤßerer Thiere deren innere Einrichtung gezeigt werden koͤnnte. Auch das Verſtaͤndniß der Lehre vom menſchlichen Koͤrper muͤßte hierdurch ungemein viel an Klarheit und Gruͤnd⸗ lichkeit gewinnen. Jedenfalls aber werden fuͤr ſolche Lehren aus der vergleichen⸗ den Anatomie und Phyſiologie Abbildungen innerer Theile die weſentlichſten Dienſte leiſten und nicht wohl zu entbehren ſein.
Die Kenntniß der eingefuͤhrten terminologiſchen Kunſtausdruͤcke, wenigſtens die der weſentlichſten Theile und wichtigſten Formbildungen, iſt ſchon fuͤr den Schuͤler der unteren Stufen, wenn er ſeine naturwiſſenſchaftlichen Stu⸗ dien mit Erfolg betreiben ſoll, nothwendig, und gewaͤhrt zugleich ein treffliches Mittel zu mannichfaltigen Uebungen der Urtheilskraft und Sprache. Zur Veran⸗ ſchaulichung dieſer Lehren bedarf der Unterricht ebenfalls guter bildlicher Dar⸗ ſtellungen. Denn, wenn ſich auch dieſer Unterricht am ſchicklichſten mit der Be⸗ trachtung der Naturkörper ſelbſt verbinden laͤßt, und die Natur ſelbſt ihm die paſſendſten Beiſpiele darbietet, ſo iſt es doch nicht zu jeder Zeit moͤglich, die Theile und Formen, welche beſchrieben oder auf welche zuruͤckgewieſen, oder welche zur Verdeutlichung irgend einer Anſchauung mit einander verglichen oder in ſyſte⸗ matiſche Folge neben einander geſtellt werden ſollen, an natuͤrlichen Exemplaren zu zeigen; und es kann auch nicht immer die zu dieſem Zwecke nothwendige Zer⸗ legung der Naturkoͤrper vorgenommen werden.
Eiinen ſehr bildenden und intereſſanten Theil des mineralogiſchen Unterrichts macht die Lehre von den Kryſtallen aus, welche mit Recht die Bluͤthen der Steinwelt genannt worden ſind. Das Weſentlichſte aus der allgemeinen Kry⸗ ſtallographie muß dem mineralogiſchen Unterrichte als Einleitung voraus⸗ gehen, da die Geſtalt der Mineralien haͤufig ein ſo wichtiges Beſtimmungsmerk⸗ mal abgibt. Zugleich gewaͤhrt die Betrachtung dieſer unerreichbar ſchoͤnen und regelmaͤßigen Formen, des wunderbar geſetzmaͤßigen Zuſammenhangs zwiſchen den oft ſo verſchiedenen Abaͤnderungen derſelben Kryſtallform und einer einzigen Grund⸗ form, aus welcher ſie alle ſich mathematiſch herleiten laſſen, und der merkwuͤr⸗ digen Theilbarkeit der Kryſtalle in kleinere gleichartige Kryſtallformen ein vortreff⸗ liches Mittel zur Ausbildung des Anſchauungsvermöogens, zur Anregung des aͤſthetiſchen und ſelbſt zur Belebung des religioͤſen Gefuͤhls. Denn wenn die Jugend auch in dem ſtarren, lebloſen Reiche der Mineralien die ſchoͤnſte Geſetz⸗ maͤßigkeit herrſchen ſieht, wenn aus den Geſtalten der todten Steinmaſſen, welche dem Menſchen gewoͤhnlich als formloſe Gebilde des blinden Zufalls erſcheinen, zu ihr ebenſo ein goͤttlicher Verſtand ſpricht, wie aus dem kunſtvoll zuſammen⸗ geſetzten Baue der organiſirten Naturkoͤrper: wie koͤnnte dabei das religioͤſe Ge⸗


