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pas d'enseigner à l'enfant beaucoup de choses, mais ne laisser jamais entrer dans son cerveau, que des idées justes et claires!“ 2 Einer der gewoͤhnlichſten Abwege, auf welchen der naturwiſſenſchaftliche Unter⸗ richt, ſei es aus Unkunde, oder aus verkehrten Unterrichtsprincipien des Leh⸗ rers nur zu haͤufig geraͤth, beſteht darin, daß er angenehme Unterhaltung der Schuͤler und bloße Befriedigung der jugendlichen Neugierde ſich zu ſeinem Hauptziele ſetzt, indem intereſſante Schilderungen von Naturmerkwuͤrdigkeiten und Naturwundern, ergoͤtzliche Erzaͤhlungen und Anekdoten von Thieren und dgl. den vorherrſchenden Lehrſtoff ausmachen. Wenn auf dieſe Weiſe der Un⸗ terricht zu einem bloßen Spiele, zu bloßer Ergoͤtzung der niedern Seelenkraͤfte herabgewuͤrdigt wird, ſo treffen ihn mit Recht die Anklagen, welche die ſogenann⸗ ten Humaniſten, die Befoͤrderer eines ernſten und gruͤndlichen Jugendunterrichts, gegen die ſeichte und oberflaͤchliche Lehrmethode jenes unaͤchten Philanthropinis⸗ mus erhoben haben. Kein Unterricht hat einen Werth fuͤr Geiſtesbildung, wenn er nicht die Thaͤtigkeit des Geiſtes in ernſten Anſpruch nimmt; ein ſeichter, ſpie⸗ lender Unterricht, welcher nur nach dem Leichten, Schoͤnen und Angenehmen haſcht, iſt ein treffliches Mittel zur Seichtheit und Plattheit des Geiſtes. Er ſchadet dem Ernſte und der Kraft im Anſchauen, wie im Denken, wirkt zerſtreuend und erſchlaffend auf die Geiſteskraͤfte des Knaben, und benimmt ihm an ernſten und anſtrengenden Beſchaͤftigungen des Geiſtes Geſchmack und Freude.„Der Glaube kommt von Gott, das Wiſſen gehoͤrt dem Menſchen, und ſoll ſein Eigen⸗ thum ſein. Er ſoll es ſich erwerben im Schweiße ſeines Angeſichts, gleichwie das irdiſche Brod und die leibliche Habe.“ Perly uͤber die hoͤhere Bedeutung der Naturwiſſenſchaften und ihren Standpunkt in unſerer Zeit.. Weder mit dem Zwecke einer Humanitaͤtsſchule, noch mit der Wuͤrde der Naturwiſſenſchaft iſt eine andere, nicht ſelten vorherrſchende Tendenz des natur⸗ wiſſenſchaftlichen Unterrichts vereinbar, wenn naͤmlich der Lehrer die Betrach⸗ tung des Nutzens und Schadens der Naturgegenſtaͤnde und die Darſtellung ihrer techniſchen Verwendung und Verarbeitung zum vorherrſchenden Stoffe ſeines Unter⸗ richts waͤhlt. Die Frage: cui bono? ſagt J. Fr. W. Herſchel in ſeiner Einlei⸗ tung in das Studium der Naturwiſſenſchaft, uͤberſetzt von Dr. A. Weinlig, kann der Naturforſcher kaum ohne das Gefuͤhl der Erniedrigung aufwerfen hoͤren. Daß die Natur um ihrer ſelbſt Willen in allen ihren Erzeugniſſen und Thaͤtig⸗ keiten erforſcht und erkannt zu werden verdiene, kann dem jugendlichen Gemuͤthe nicht fruͤhe genug eingepraͤgt werden. Um alle wahre Wiſſenſchaft, um alle gediegene Bildung waͤre es geſchehen, wenn das Nuͤtzlichkeitsprincip uͤber das humane geſtellt wuͤrde. Wird die Natur vorzugsweiſe von der utiliſtiſchen Seite betrachtet, ſo werden nothwendig viele Gegenſtaͤnde und Betrachtungsweiſen unbeachtet bleiben, welche gerade am geeignetſten ſind, Geiſt und Gemuͤth des Knaben zu bilden. Leicht erzeugt ſich durch dieſe Tendenz des Unterrichts bei der Jugend die verkehrte Anſicht von den Schoͤpfungen und Wirkungen der


