Deliberation zu vermeiden, dem unschlüssigen Erben die Möglichkeit bieten eine verdächtige Erbschaft ohne Gefahr für Verlust zu erwerben. Diese Sicherstellung des Erben ist der vorherrschende Zweck des Gesetzes, gegen den das Interesse der Erbschaftsgläubiger zurücktreten müss. Der Kaiser hebt ihn sowohl in der Verordnung selbst als auch in der Novelle I hervor:
a) im pr. der constitutio hat er den Satz: ipsorum autem bona a creditoribus hereditariis non inquitentur als Ausgangspunkt seiner Neuerung hingestellt. vgl. dazu$ 5 neque ipsum.heredem inquietare concedantur.
$ 1 versichert‘er, Deliberation sei nicht mehr nötig nisi hominibus formidolosis, qui et ea timent, quae nulla digna sunt suspieione.
$ 4 bezeichnet er als Hauptwirkung des Inventars: heredi- tatem sine periculo habeant, Diesen Gedanken wiederholt er
$ 4a: et nihil ex sua substantia penitus amittant, ne dum luerum facere sperant, in damnum incidant.
$ 10 ut undique veritate exquisita neque lucrum (unredlicher Gewinn ist gemeint) neque damnum aliquod heres ex huiusmodi sentiat hereditate.
$ 13 cum enim liceat et adire et sine damno ab ea discedere ex praesentis legis auctoritate,
$ 14 alter autem rudis et novus a nostro numine repertus, per quem et adeuntes sine damno conservantur.
b) in Nov. I. c. 1. bezeichnet er zweimal die constitutio als das Gesetz, welches er gegeben habe, damit der Erbe am eigenen Vermögen keinen Schaden leide.
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Welche Haftungsart entspricht nun der Absicht des Gesetzgebers?
1, Pro viribus haftet der Erbe auf den im Inventar festgelegten Schätzungswert mit: seinem eigenen Vermögen.


