Aufsatz 
Das epische Thema der Odyssee und die Tiresiasweissagung / von Ludwig Schädel
Entstehung
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Er ſagt in dem dürftigen Auszuge des Proklus(Müller J. J. 50):OQuοdsia. Enetta T-Aerovlas StPhla 0 EdrA εονν Körναο τενειννναα ds. Ol HVIορες πν tivν ροσννννεεν αoat. al OduOοαε˙s οσαασς Nöpla ¹) ee Hav dmνε επυιανιννοοο BuMXN, aAò* SewiSaA a IIoX55vO; ²), 3606v Ts afißdver arspa, al rotou³) a eg! To†ꝓᷣ νο α A-év M. Adréav. Ererra sis Iddανν αᷣτν᷑mφ tas Ond Teio ndeioas teXet dolag. ad Letd rabta eie G οε- rods Actxvstrar ad Taler Kaxdix-y, Baομᷣαν iνν Gsopttv. Ererta λμενεμ vοtata role Oeorperot ος Bο πν 05νοοεν mπmομμενν.vraο˙ιμα‿ A 1ods sgt Tev OQS0aA Tpérstan. œα αά t ei Ldy Ad-rya adloratat. ToOroue e, Ar6ANy Staxlbet. Bera? Kadlne rsXBeur,y Thv Ltv Bao⁵εla⸗ν Stadéxe ra Io*uotn 5 050006605 v68), abrog eie LSdανφ Aꝓtxve- rat. ⁴y oee LEvOvO& ei Boty oo agde ey, droßag eig)y[Sdανmφv, téähvet iy voov. νOToa 8'O8u0GSd e werat ar Trvotav. T-Aevos d uvodg Ty Allꝓαiav ro ts 1oO a,de he e Lhahoy al dy IIrveAeT Ds iy nrepa adt- GyOtv. 7 αντσ ανvou otsk, al vOtNRet Tf) hiv IIrveAbn TAS 0vOS, KlPx, TAEHM⁵αοs.

Bei der Kürze dieſes Auszuges des Proklus iſt es nicht unwahrſcheinlich, daß auf Eugamons Telegonie auch die nähere Ausmalung des Todes, den Odyſſeus durch Sohnes Hand gefunden hat, zurückzuführen iſt). Was wir hier von der Telegonie erfahren, iſt aus den Vorausſetzungen, mit denen Eugamon arbeitete, vollkommen verſtändlich, und wir möchten nicht mit Bernhardy ſagen: keine Mutmaßung genügt, um die Tendenz eines ſo ſeltſamen Epos zu begreifen.

Die erſten Vorausſetzungen des Eugemon waren aber offenbar, daß ein theſprotiſches Königshaus von Odyſſeus ſich herleitete,(daß er in dem an mythiſchen Heiltümern reichen Theſprotion geweilt und die Weiſſagung vom Tode durch Sohneshand empfangen habe) und daß er vom Meere her den Tod gefunden. Die Eitelkeit griechiſcher Königshäuſer gefiel ſich in ſolchen Erdichtungen erlauchter Ahnen, und an ſich wäre gegen die Annahme, in einer beſonderen Theſprotis habe Eugamon den betreffenden Stoff ſchon vorgefunden, ja nichts einzuwenden. Das allerdings können wir nicht er⸗ klären, warum er von ſeinem übers Meer gekommenen Sohn) gerade den Tod finden mußte, es ſei denn, daß auf dieſe Weiſe die Ueberſiedelung von Penelope und Telemach in den jetzt in den helleniſchen Geſichtskreis tretenden italiſchen Weſten am einfachſten vermittelt werden konnte. Auch

¹) wegen Od. 13, 356.

*) ſprechender Name!

³) Dübner bei Welcker, Rhein. Muſ. Suppl. I, 2. 1849. S. 304 A. 4. überſetzt: post haec. Grammatiſch unmög⸗

lich. Die Heerden ſind die berühmten des Augias, nicht des Odyſſeus eigene, woran man ſonſt eher denken könnte(ef. Od. 4, 635), und worauf Heyne provoziert(bei Welcker). Vgl. Pauſanias 4, 36, 1 über die Luſt der Alten an Rindern.

*) Man ſieht, daß Odyſſeus hier als Gründer von Dynaſtien fungiert. Hat Welcker für den Kampf von Vater und Sohn das altdeutſche Hildebrandslied herangezogen, ſo mag man ſich durch dieſe allſeitige Thätigkeit des Odyſſeus nach der genealogiſchen Seite(man denke an die Nachkommenſchaft von Kirke und Telemachos!) an das nordiſche Rigsmal erinnert ſehen. Das ſind poetiſche Aehnlichkeiten. Sie ernſthafter auszunützen, wie Müllenhoff mit dem Orendellied als einer deutſchen Odyſſee gethan hat, führt zur Verwiſchung des Charakteriſtiſchen. W. Scherer hat denn auch die bez. Aufſtellungen ſeines Meiſters ſchonend abgewieſen durch die Bemerkung:mit der Odyſſee möchte man die meiſten Orient⸗ und Kreuzzugsgedichte vergleichen.(Geſch. der deutſch. Litt.).

*) Wie ja auch Euſtath. einen weiteren Sohn der Penelope aus der Telegonie kennt zu Od. 16, 118: Arkeſilaos. Andere nennen ihn anders.

) Ein Sohn der Kirke iſt in der Odyſſee nicht vorgeſehen, ſowenig wie die ſpäter erdichteten von der Kalypſo.