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Schiffe und Salzſpeiſe nicht kennen, um dort dann— wo man ſein Ruder für eine Worfſchaufel anſieht—, die Ehre Poſeidons zu verkünden. Da wird er erkennen, wie unendlich weit ¹) die Grenzen von Poſeidons Macht geſteckt ſind. Schon Euſtathius(d. h. die Alexandriner) bezeichnet den Sach⸗ verhalt richtig: va 57Xadn n LIoerc Trne(sic)—y 6οοεα iς 05 ε‿εεαι αννιο ν⁴α ⁷). rXoribi d dis al e Aodat tvas ag le vgovyra: der Erzbiſchof von Theſſalonich er⸗ kannte hier eine richtige Miſſionsreiſe. Alles Weitere, was er unmittelbar anſchließend beibringt, iſt freilich Mißverſtand: Aereg 6 s eidta tv dalvou Tivy Goot dy rd, elde ANatole raò dοset. tiyes 5“' àv elev Hi) eiorss IIodsroeva; 5-ot ODN Ldadt tà dvoreo evra.(Il) Und dann mitleidig:"l dt akaot al tvV OXOV SvOHd eV Baꝓνονα εοωισηοωυς οσνπυιοαροοοε, Bowvinavy Xérovtig viva, Keklxéxy v l O89000g TSv IIoεv 0s.
Ich halte es für eine ſchöne, aber hier nicht vollführbare Aufgabe, den immer wiederkehrenden Namen Bunima und Kelkea ³) nachzugehen, ob eine Spur oder ein Irrweg in ihnen liegt. Bunima iſt ein überall möglicher redender Name, Kexzéa ſtellt ſich vielleicht zu dem ir 2 bei Euſtath. Ilias 3, 6.(Schol. zur Ilias: IrX*¼⁴⁴.
Bernhardy nennt die Tireſiasweiſſagung noch heute räthſelhaft, und daß ſie es ſchon dem Alter⸗ tum geweſen, beweiſen die Verſuche, der Odyſſee einen ihr entſprechenden Abſchluß anzudichten. Vor dieſer Aufgabe ſahen ſich die alten Kykliker. Wenn auch unſres Wiſſens außer Adam nie⸗ mand annimmt, der alte Kyklus ſei das Prius, von dem die homeriſchen Epen gewiſſermaßen inte⸗ grierende Beſtandteile geweſen ſeien, ſo ſteht es doch ſeit Auffindung des Proklusfragmentes ⁴) beim Photius aus den entſcheidenden Worten:„EnrßdAet rols eipntevots v f en üe Ladr Opehhpou und Berà raörd Sorty OQoον ˙uoeik(C. G. Müller, de cyclo Graecorum epico p. 44 und 50) feſt, daß die Kykliker die beiden Hauptepen als feſten Kern benützten und ihre Ergänzungen um und zwiſchen ſie ſtellten. Eine unvollſtändige Odyſſee mußte ebenſo zur Vervoll⸗ ſtändigung auffordern, wie die Ilias die Aethiopis, kleine Ilias und Iliuperſis hervorgerufen hat. Unvollſtändig war aber die Odyſſee nicht nur, wenn ſie bei% 296 ff. ſchloß, ſondern auch — die Tireſiasweiſſagung im Auge—, wenn ſie mit 548 endete. Was mußte die Ergänzung enthalten? Man glaubte,, der erſten Aufgabe, einer Wanderung des Helden zu meerentlegenen Stämmen zu genügen ⁵), Lwern man dem Odyſſeus ein beliebiges Feſtland anwies und die Weiſſagung vom Tode außerhalb oder aus dem Meere gewährte der Phantaſie ein noch freieres Feld. In der That finden wir in Eugamon ⁰) einen kykliſchen Fortſetzer der Odyſſee in dieſem Sinne*).
¹) elg 5 ε rodc&ꝓαφ†(ααο 11, 122 deutet Odyſſeus der Gattin richtig: et näla oXAXA Sporövy int äors' dvwrs X.etv, 23, 267.
²) faſt wörtlich ſo Schol. Vulg. bei Buttmann zu à, 130.
*) Welcker will die Beziehung auf Epirus aus theſprotiſcher Eitelkeit ableiten(Rhein. Muſ. 1849 S. 202). Es liegt näher anzunehmen, daß das nächſte Feſtland bei Ithaka ſchon als das ſalzloſe Land in der gedankenloſen Volksmeinung feſtſtand, ehe die theſprotiſche Fürſtenfamilie dies benützte.
⁴¹) Damit war der berühmte Streit des Heinſius und des Salmaſtus über das Verhältnis Homers zu den Kyklikern abgethan.
⁵) Da eine naivere Zeit ſich von dem geforderten ſalzloſen Leben eine volle Vorſtellung ſicher nicht zu machen wußte.
*) Das iſt trotz Kirchhoffs Annahme(Odyſſee, 1879, S. 340) kein Beweis, daß Eugamon w nicht gekannt hätte, da hier nur von der Beſtattung der wenigen(12) Ithakeſier die Rede iſt, und ein ſo dürftiger Vers gewiß kein Pendant zum Iliasſchluſſe vorſtellen konnte.
*) Ob Kinaethon ſchon eine Telegonie gedichtet hat, der durch Adams kühne Conjektur für ant αo auch in die angebliche piſiſtratiſche Commiſſion gelangt iſt, iſt nach Sittl 1. c. S. 123 fraglich.— Eugamon iſt die richtige Schreibung.


