Aufsatz 
Die Sprachvergleichung im neusprachlichen Unterricht : 1. Teil. Anfangs-Unterricht
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

dann die Aussprache beeinflusst hat(vgl. Horn, Ae. Gram.§ 180). Gelegentliche Nebeneinanderstellungen der griechischen, latei- nischen, französischen und englischen Wörter dürften hier zu empfehlen sein: musica, la musique, the music. Dabei wird sich dann oft zeigen, daß das englische Wort auf einer früheren Stufe stehengeblieben ist als das heutige französische, was durch die Uebernahme ins Englische aus dem Normanisch-Französischen vor der Weiterentwicklung zu erklären ist.

Bei der Erlernung der englischen Aussprache ist die Heranziehung der deutschen Dialekte öſters von Nutzen; denn in der Mundart sind eine Reihe von Lauten vorhanden, die die hochdeutsche Sprache nicht hat, und die den englischen Lauten gleich sind. Ich erinnere hier nur an die Diphthonge ou und ei: du, dial. do, vgl. snow, Ssie, dial. sei, vgl. Snake. Jedenfalls ist hier größte Vorsicht geboten, daß man nicht aähnliche deutsche Laute heranzieht, sondern nur gleiche; ahnliche werden mehr Schaden als Nutzen bringen.

Auch zur Erklärung englischer Wörter kann der Dialekt dienen, z. B. er heißt in vielen Mundarten*, vergl. engl. Ae.

II. Das Substantiv.

1) Das Geschlecht der Substantive.

Die Grundregel für das Geschlecht von Substantiven, die lebende Wesen bezeichnen, ist in allen Sprachen, daß das grammatische Geschlecht mit dem natürlichen übereinstimmt.

Den drei Geschlechtern im Deutschen, Lateinischen und Englischen entsprechen im Französischen nur zwei. Am Gymna- sium wird man darauf hinzuweisen haben, daß im Französischen die lateinischen Masculina und Neutra im allgemeinen Mascu- lina, die lateinischen Feminina Feminina geworden sind. Später wird diese Regel wohl oft durchbrochen werden(durch den Uebergang der Neutra im Plural in die Klasse der Feminina z. B.), aber trotzdem sollte man dem Quartaner diese Stütze für sein Gedächtnis nicht rauben. Aus dieser Regel erklärt