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Etymon entfernt hätten, daß der Schüler„von 584 Substantiven romanischen Ursprungs ohne weitere Schwierig- keit nur 28, also 4,7% aus dem Lateinischen herleiten könne.“ Bei Wörtern, die„durch französische Schreib- und Lautart, wie Akzente, Diphthonge, Ablaute, Nasenlaute u. a. m. ein charak- teristisch nationales Gepräge erhalten haben, wird erst recht die Gedachtnishilfe, die das Lateinische bietet, überflüssig.“ Er führt hier Wörter an wie exercice, exemple, plante, homme, nature, théatre, sénat. Bei der Erlernung dieser Wörter habe der Lateiner ebenso viel Mühe wie der Nichtlateiner, abge- sehen davon, daß bei vielen derselben auch ein Unterschied in der Bedeutung aufzufassen sei. Thiele kommt in seiner Abhandlung über den Wortschatz zu dem Ergebnis, daß das Lateinische von vornherein für einen großen Teil des franzö- sischen Wortschatzes wertlos sei, da zahlreiche Wörter aus anderen Sprachen eingedrungen seien, so daß nur eine beschränkte Anzahl meist gelehrter Wörter für das Franzö- sische nutzbar zu machen sei. Das Ergebnis seiner Zählung ist, daß bei 1100 Wörtern(L. 1— 36 von Ploetz, S. 180— 195) der Anschluß in 329 Fallen leicht möglich ist.
Wie steht es nun mit den gegen die Heranziehung des Lateinischen zur Erlernung des französischen Wortschatzes vorgebrachten Gründen? Ist der Anschlufs in so geringem Maße möglich wie Heiner und Thiele behaupten? Wenn Thiele als Grund für die geringe Möxglichkeit, das Lateinische zu benutzen, anführt, daß zahlreiche Wörter aus anderen Sprachen in das Französische eingedrungen wären, so ist dem entschieden zu widersprechen, der Grundstock des fran- zösischen Wortschatzes ist lateinisch. Ich habe um die Möglichkeit der Anknüpfung an das Lateinische zu prüfen, die Wörterverzeichnisse des Quartapensums in den Lehrbüchern von Ploetz und Boerner durchgesehen. Der Quartaner hat darnach bei Boerner(Lektion 1— 24) 799, bei Ploetz(Lektion 1- 36) 1100 Wöorter zu lernen, abgesehen von den Eigennamen. Die Anknüpfung ans Lateinische ist bei Boerner in 456 Fäàllen, bei Ploetz in 543 Fällen möglich. Natürlich ist es hier nicht so, daf bei allen diesen Wörtern das lateinische Etymon ohne Ver- ànderung in die französische Sprache übernommen ist. Das ist m. E. auch durchaus nicht nôtig, da ja dem Schüler, wie
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