Englisch: U 3— U 2: Gesenius-Regel, Ausgabe B.
O II— O I: Tendering, Kurzgefaßtes Lehrbuch der engl. Sprache.
I. Wortschatz.
1) Die Erlernung des französischen Wortschatzes(6, IV).
In Sexta real. kann bei der Erlernung des Wortschatzes nur in einzelnen Fallen die deutsche Sprache als Stütze herangezogen werden: z. B. la porte, dtsch. die Pforte.
In der Quarta gymn. hat der Lehrer außer der deutschen Sprache eine große Hilfe in dem Lateinischen. Zwar ist ja gerade die Verwertung dieser Sprache zur Er- lernung des französischen Wortschatzes sehr stark bekämpft worden, die verschiedensten Gründe hat man dagegen an- gefuhrt. Schmid(Encyklopädie des gesamten Erziehungs- und Unterrichtswesens. II. Aufl. 1878) sagt Bd. II, S. 676: „Der Anfänger lernt das fremde Wort besser, wenn er dasselbe nach dessen Laut und Schreibart direkt und ohne ein die Aufmerksamkeit spaltendes Zwischenglied der Vorstellung er- fafst, wenn ihm also die lateinische Etymologie nicht stets hindernd und ablenkend in den Weg tritt.“ Der Schüler solle den in dem franzöõsischen Worte steckenden lateinischen Wortkörper, wenn er nur hinlänglich sichtbar sei, unberührt mnemonisch wirken lassen. Gehe der Lehrer auf die Etymologie ein, so werde der Schüler leicht an Oberflächlichkeit gewöhnt, an das Erraten von Bedeutungen nach àâußeren Aehnlich- keiten, wodurch das Gedeihen des französischen Unterrichts selbst in den oberen Klassen gefährdet werde. Ebenso ver- langen Stier(S. 184) und die Direktoren-Konferenz der Provinz Sachsen 1877, daß der lateinische Wortschatz des Schülers nur unbewußst wirken soll. Heiner sucht nachzu- weisen(S. 8 ff), daßs es wertlos sei, das Lateinische im franzöõsischen Anfangsunterricht zur Erlernung des Wortschatzes zu benutzen, weil sich die französischen Wörter fast immer beim Uebergang ins Französische so weit vom lateinischen


