Aufsatz 
Die Sprachvergleichung im neusprachlichen Unterricht : 1. Teil. Anfangs-Unterricht
Entstehung
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der Oberstufe kann man dann schon den Schüler auf die Hauptgesetze der Sprachentwicklung hinweisen. Hierbei könnte der Unterricht im Lateinischen dem Französischen sehr zu statten kommen, wenn sich die Altphilologen dazu ver- stehen könnten, außer der Lektüre der römischen Klassiker auch einmal einen Schriſftsteller zu lesen, in dem sich schon vulgàr-lateinische Formen zeigen(statt gen. feminae: de femina).

Gewiß wird der begabte Quartaner, der schon zwei Jahre Latein gehabt hat, bald merken, daß die lateinische Substantive auf-a im Französischen auf-e endigen, während die Endung-um restlos abgefallen ist. Jedoch wird der Lehrer auf dieser Stufe m. E. besser diese Erscheinungen ubergehen, weil der Schüler auf dieser Stufe noch nicht reif genug ist, um die Gesetze der Lautentwicklung, selbst die einfachsten, zu verstehen.

Die Aufgabe dieser Abhandlung ist zu zeigen, in wie weit eine Sprachvergleichung im neusprachlichen Unterricht möglich ist. In Betracht gezogen werden das Lateinische, Französische, Englische und Deutsche, eine Berücksichtigung des Griechischen ist im allgemeinen überflüssig, da es nur durch die Zwischenstufe des Lateinischen auf das Französische und von da auf das Englische gewirkt hat. Unmittelbare Einwirkungen des Griechischen auf das Französische und Englische sind nur zur Zeit der Renaissance erfolgt.

In diesem Teil soll nur der Anfangsunterricht behandelt werden: Französisch in Quarta gymn. und Englisch in Unter- Tertia real. und Ober-Sekunda gymn. Die Weiterführung der Arbeit wird der nächstjährigen Programmabhandlung vor- behalten sein.

Zu Grunde gelegt sind die am Gymnasium nebst Real- schule zu Höchst a. M. eingeführten Bücher:

Französisch:

6 5: Ploetz, Elementarbuch, Ausgabe C. IV, U III: Ploetz, Elementarbuch, Ausgabe B. 4 U 2: Ploetz, Uebungsbuch, Ausgabe C. U IIIU I: Ploetz, Uebungsbuch, Ausgabe B. 4 U 2, U III- UI: Ploetz-Kares, Sprachlehre.