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Examens zum Licentiaten der Theologie promoviert wurde. Vom Juli desselben Jahres an bis Ostern 1874 war ihm die Versehung einer Hülfslehrerstelle am Königl. Gymnasium und die Erteilung des evangelischen Religionsunter- richts am Königl. Realgymnasium zu Wiesbaden übertragen. Im Dezember 1871 bestand er vor dem Königl. Konsistorium in der letztgenannten Stadt das theologische examen pro ministerio und im November 1873 vor der wissenschaftlichen Prüfungskommission in Bonn das examen pro facultate docendi. Ostern 1874 wurde er bei der Erweiterung des Wiesbadener Realgymnasiums mit der Versehung einer Hülfslehrerstelle an demselben beauftragt und am 1. Januar 1875 zum ordentlichen Lehrer an derselben Anstalt ernannt. In dieser Stellung verblieb er, nach- dem er sich noch im März 1876 durch die zugleich als Programmabhandlung erschienene Promotionsschrift»Ge- schichte der Beweise für das Dasein Gottes von Cartesius bis Kant« den Grad eines Doktors der Philosophie erworben hatte, bis zum I. April 1888, wo er als etatsmäßiger Oberlehrer an das neuerrichtete Königl. Kaiser Friedrichs- Gymnasium versetzt wurde. Außer den beiden genannten Promotionsschriften hat er von wissenschaftlichen Arbeiten noch erscheinen lassen:»Joannes a Jesu Maria, ein Mystiker der katholischen Kirche: I. Lebensgeschichte des Joannes a Jesu Maria«(im Programm des Wiesbadener Realgymnasiums von 1881), und»Der Brand von Villmar im September 1536, Gedicht von Reinhard Lorich von Hadamar⸗«(eingeleitet, mitgeteilt und übersetzt in den Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, 17. Band. Wiesbaden 1882).
Heinr. Carl Müller, geboren am 7. April 1855 zu Lauenburg a./Lahn, besnchte das Real-Gymnasium zu Wiesbaden und widmete sich von Ostern 1873— 77 dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaft in Mar- burg. Hier bekleidete er 2 Jahre lang die Stelle eines Assistenten an dem math.-physikalischen Institute. Nachdem er im Herbste 1877 die Prüfung pro fac. doc. bestanden hatte, wurde er vom 1. Januar 1878— 79 dem Real-Gym- nasium zu Wiesbaden zur Ableistung des Probejahrs überwiesen. Als Hülfslehrer verblieb er an dieser Anstalt bis Herbst 1879; dann wurde er in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zu Hadamar versetzt, woselbst seine defini- tive Anstellung am 1. Juli 1880 erfolgte. Von Ostern 1883— 88 unterrichtete er am Gymnasium zu Fulda.— Von seinen Schriften mögen Erwähnung finden: 1. Uber die Tonhöhen der Transversalschwingungen poröser Stäbe. Ber. d. naturf. Ges. z. Marburg. 1875. 2. Unters. über einseitig freischwingende Membranen und deren Beziehungen zum menschl. Stimmorgan. Gekr. Preisschrift. Kay, Kassel 1877. 3. Über barytrope und tautobaryde Kurven. Diss. inaug. 1880. Marburg. 4. Resonanzschwingungen gespannter Saiten. Programmabhandlung. Fulda 1884.
Ferdinand Orth, geboren den 18. November 1856 zu Kassel, besuchte die Gymnasien zu Kassel und Hersfeld und studierte von 1878 an besonders neuere Philologie und Geschichte auf den Universitäten zu Göttingen und Straßburg. Im Frühjahr 1882 promovierte er auf Grund der Dissertation:»Uber Reim und Strophenbau in der altfranzösischen Lyrik«, und bestand im Frühjahr 1883 die Prüfung pro facultate docendi. Ostern 1883 trat er auf der Realschule zu Kassel sein Probejahr an und wirkte von Juli desselben Jahres zunächst als Kandidat und Hülfs- lehrer, seit Ostern 1884 bis Ostern 1888 als ordentlicher Lehrer an dem Gymnasium zu Hadamar.
Wilhelm Peters, geboren am 3. April 1859 zu Heiligenstadt, kath. Konfession, Sohn des Gymnasial- direktors Dr. Peters zu Hadamar, besuchte die Gymnasien zu Heiligenstadt und Hadamar und widmete sich von Herbst 1877 bis dahin 1881 auf den Universitäten zu München und Göttingen dem Studium der Philologie. Auf Grund der Dissertation:»Observationes ad P. Ovidii Nasonis Heroidum epistulas« wurde ihm am 17. November 1881 zu Göttingen die philosophische Doktorwürde verliehen. Am 1. Juli 1882 bestand er ebendaselbst die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er hierauf seiner Militärpflicht genügt hatte, absolvierte er vom 1. Oktober 1883 ab das vorschriftsmäßige Probejahr am Gymnasium zu Hadamar. Von Herbst 1884 an versah er ein Jahr lang
eine Lehrerstelle am Gymnasium zu Hersfeld und war darauf bis Ostern 1888 am Gymnasium zu Hanau als Hülfs- lehrer thätig.
Georg Degenhardt, geboren den 31. Januar 1858 zu Schleida im Großherzogtum Sachsen-Weimar, besuchte von Ostern 1872 bis Herbst 1878 das Gymnasium zu Hersfeld. Vom Herbst 1878 bis Ostern 1882 studierte er auf den Universitäten zu Leipzig und Marburg Mathematik und Naturwissenschaften, legte an letzterem Orte am 4. August 1882 die Prüfung pro facultate docendi ab und wurde im Herbst 1882 dem Königl. Gymnasium zu Fulda zur Ableistung des Probejahres überwiesen. Nachdem er darauf der Militärpflicht genügt hatte, besuchte er die Königl. Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin, wurde zu Ostern 1886 dem Königl. Wilhelms-Gymnasium zu Kassel und zu Herbst desselben Jahres dem Königl. Gymnasium zu Marburg zur Aushülfe beim Unterricht überwiesen. Von Ostern 1887 bis Ostern 1888 war er als Hülfslehrer am Königl. Wilhelms-Gymnasium zu Kassel beschäftigt und wurde Ostern 1888 in gleicher Eigenschaft an das Königl. Kaiser Friedrich-Gymnasium versetzt.


