Aufsatz 
Errichtung des Staatsgymnasiums. - Eröffnungsfeier
Entstehung
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III. Chronik des Gymnasiums.

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Durch Ministerialerlaß vom 23. Juli 1887 wurde dem von Königlichem Provinzial- Schulkollegium zu Kassel gemachten Vorschlage, das neue staatliche Gymnasium zu Frankfurt a. M. zum Ostertermine 1888 zunächst mit den Klassen Sexta bis einschließlich Sekunda zu eröffnen, die Genehmigung erteilt und die vorgenannte Behörde ermächtigt, die erforderlichen Einleitungen für Eröffnung der Anstalt zu treffen, insbesondere wegen Berufung von Lehrkräften(ein- schließlich des Direktors) einleitende Schritte zu thun.

Infolgedessen erging an den damaligen Direktor des Königlichen Gymnasiums zu Hanau, Prof. Dr. Theodor Hartwig, die Anfrage, ob er, höhere Genehmigung vorbehalten, bereit sei, die Leitung des neuen staatlichen Gymnasiums zu übernehmen. Derselbe sagte im Hinblick auf die lohnende, wenn auch schwierige Aufgabe, eine neue höhere Schule auf einem für ihre Entwicklung so günstigen Boden, unterstützt von erprobten Mitarbeitern, ins Leben einzuführen, freudig zu, obwohl er ungern aus einem ihm liebgewordenen Wirkungskreise schied und er sich der Schwierigkeiten, die in der neuen Stellung seiner harrten, voll bewuft war. Er vertraute, daß Gott ihm die Einsicht und die Kraft verleihen werde, eines Amtes, um welches er sich selbst nicht bemüht und das er zu erlangen gar nicht gedacht hatte, mit Treue zu warten.

Eine definitive Berufung des Direktors und der Lehrer konnte erst erfolgen, nach- dem die Mittel für die Einrichtung der neuen Anstalt durch beide Häuser des Landtags bewilligt waren. Doch wurde dem Direktor bereits durch Verfügung Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 7. November eröffnet, daß laut einem Erlasse des Herrn Kultusministers vom 1. November seine Versetzung nach Frankfurt schon jetzt in bestimmte Aussicht genommen sei. Hierdurch wurde er legitimiert zur Teilnahme an den Vorarbeiten, welche durch die Eröffnung der neuen Anstalt zu Ostern bedingt waren.

Die Annahme der Anmeldungen hatte der Leiter der Schwesteranstalt, Herr Direktor Dr. Reinhardt, mit dankenswerter Bereitwilligkeit übernommen. Infolge freier Anmeldung traten in die Klassen Sekunda bis Sexta 150 Schüler zumeist aus den städtischen Schulanstalten über. Aufzerdem wurden, um die seitens der Stadt vertragsmäßig gewührleistete Frequenz zu sichern, 20 Schüler des städtischen Gymnasiums, welche in den östlichen Stadtteilen wohnten, an das Staatsgymnasium überwiesen..

Die Aufnahmeprüfung fand am 9. April statt.

Schon am 5. April hatten die Beratungen über die in dem bevorstehenden Schuljahre durchzunehmenden Lehrpensa begonnen. Maßgebend hierfür war im wesentlichen die Rück-