Turnspiele.
Der 19. September.
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abgehaltenen Probe zu der Feier hat in dankenswerter Weise der Vater eines Schülers von einzelnen UÜbungen photographische Momentaufnahmen gemacht. Dafür wird hier gern der gebührende Dank gesagt. Die Bilder werden eine willkommene Bereicherung
des Wandschmucks unserer Turnhalle bilden.
In seinem Schlußwort brachte der Direktor auch immer wieder den schon mehrfach aufgefrischten Wunsch vor, daß sich die Schüler und, um auf sie zu wirken, auch das Elternhaus doch mehr und allgemeiner, als es bis jetzt noch der Fall war, die Sache der allwöchentlichen Turnspiele möchten angelegen sein lassen. Immer reger werden doch von Jahr zu Jahr in der großen breiten Öffentlichkeit alle jene Bestrebungen und Bemühungen, die sich in irgend einer Weise mit der Gesundheitspflege im Volke befassen, mit der Stählung des Leibes für die Arbeit des Lebens. Wodurch könnte aber besser auf die Erhaltung und Kräftigung der Gesundheit unserer Jugend abgezfelt werden, als wenn wir den Kindern und Jünglingen für Gelegenheit sorgen, sich stundenlang draußen bei munterem Spiel in frischer Luft mit ihresgleichen herumzutummeln. Und auch indirekt ist gewiß schon manches Heil aus solcher Hingabe an die Freuden des Spielplatzes ent- sprungen. Der Wind, der da kräftig um Nase und Ohren pfeift, hält den jungen Menschen von so manchen gesundheitsschädlichen Einflüssen und Einwirkungen fern, wie denn über- haupt das Sportleben unserer Tage unzweifelhaft viel Gutes in dieser Beziehung wirkt und deshalb in seiner Bedeutung für das Aufkommen eines an Leib und Seele gesunden Nachwuchses nicht hoch genug geschätzt werden kann. Die Ausschreitungen des Sportes werden trotz Gewährung jeder möglichen Freiheit auf dem Spielplatz fern gehalten. Darum sollte aber auch das Elternhaus alle Bedenken beiseite setzen, die sich vielleicht noch hier und da regen, und nicht nur das: Es sollten auch alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt werden, die sich dem Besuche der Turnspiele entgegenstellen; der von der Schule für diese freigehaltene Nachmittag sollte durch keinerlei andere Nebenbeschäftigungen in Anspruch genommen werden. Gilt es doch hier kein geringeres Gut als die Gesundheit, des heranwachsenden Menschen, dem man zumal in der Großstadt keine Gelegenheit vorenthalten sollte, die sich zur Betätigung seiner Bewegungsfreiheit bietet. Das Verlangen nach öffentlichen Spielplätzen, das immer vernehmlicher jetzt an das Ohr der Behörden dringt, ist doch wahrlich Zeugnis genug. Da sollten denn aber auch die Spielplätze, die vorhanden sind, von denen, für die sie geschaffen wurden, nach Gebühr benutzt werden. Ich habe während der Jahre meines Aufenthalts in England die Spielplätze der englischen Jugend kennen gelernt und habe mich gar manchmal des Treibens auf ihnen gefreut. Die Auswüchse brauchen wir nicht nachzuahmen, aber das Gute sollten wir nehmen, wo wir es finden; und es sollte mich freuen, wenn ich an der mir nun in meinem Vaterlande anvertrauten Schule auf diesem Felde einen höheren Aufschwung erlebte als bisher.
Immerhin sind wir auch im Sommer des ablaufenden Schuljahres wieder eifrig auf dem Plane gewesen und haben mit gutem Erfolge an den Turnspielen teilgenommen. Das zeigte sich bei dem Wettturnen der Schüler der höheren Lehranstalten, das am 19. Sept. auf dem Altaracker stattfand, und von dem drei Schüler mit dem Eichenkranze als Preis heimkehrten: Alfred Koschland und Paul Krissel aus U. IIe und Georg Gruber aus O. III“. Gern wird ihnen an dieser Stelle noch einmal von der Schule die Anerkennung für ihre Leistung ausgesprochen.
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