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Allen Schülern, die durch rege Teilnahme ihre Freude an der Sache der Turn- spiele bekundet hatten, sollte wie in den früheren Jahren durch eine Turnfahrt gelohnt werden. Diese wurde auf den 25. September festgesetzt. Die Klassen Sexta und Quinta zogen auch aus an diesem Tage, nahmen frühmorgens den Zug nach Cronberg und machten von da den üblichen Marsch auf den Feldberg, wo dem bisherigen Brauche gemäß unter Aufsicht der Spielleiter ein regelrechtes Wettspiel abgehalten wurde. Hochbefriedigt kehrte die muntere Gesellschaft am Abend zurück, nachdem sie einen genußreichen Tag in freier Be- wegung verbracht hatte in der von der Natur so bevorzugten Umgebung unserer schönen Stadt. — Leider konnte der Marsch, der für die Oberabteilung der Spieler, die Klassen IV bis U. II, geplant war, nicht zur Ausführung gebracht werden, da der Direktor in der letzten Schul- woche anderweitig wider Erwarten stark in Anspruch genommen war. Zur Entschädigung wurde ein Winterausflug in Aussicht genommen. Aber auch dieser konnte bis zur Stunde, da diese Zeilen in die Druckerei gehen, noch nicht unternommen werden. Hoffen wir, daß sich vor Schulschluß noch ein Tag findet, der uns mit seinem Sonnenschein ins Freie hinausführt.
Auch der Frühlingsausflug, das sogenannte Maifest, kam nicht ohne Hindernisse zustande: Das Wetter war in der Frühe des 29. Mai, der dazu bestimmt war, so ab- schreckend, daß nur einzelne Klassen es wagten, ihren Weg anzutreten. Die anderen kamen an diesem Tage zur Schule. Sie wurden dann später, am 8. Juni, schadlos gehalten. Wenn infolgedessen die Freude auch nicht auf einmal, nicht auf der ganzen Linie zugleich durchschlagend war, so blieb doch über eines kein Zweifel: Die Schüler hatten erlebt, daß die alte Frankfurter Sitte, die in den zwei vorhergehenden Jahren aus verschiedenen Gründen an der Adlerflychtschule nicht hatte innegehalten werden können, auch hier noch nicht eingeschlafen ist, und darüber waren sie gewiß nicht unzufrieden. So bleibt nur zu wünschen, daß die in Betracht kommenden Verhältnisse in Zukunft recht selten wieder Enttäuschungen für sie mit sich bringen möchten. Ist doch die Gelegenheit zu schönen Ausflügen in Frankfurt gar zu verlockend und eine große Erleichterung der Sache. Wo sind die Klassen in diesem Jahre nicht wieder all gewesen! Am liebsten hätte man
überall dabei sein mögen. Und von allen Seiten war nur Gutes zu berichten, ein— wenn auch bei weniger günstigem Wetter— doch Lehrer wie Schüler reichlich befriedigender Verlauf.
Der Hitze wegen mußte der Unterricht am 27. und 28. Juni von 11 Uhr ab, am 14. und 23. August, sowie am 3. und 4. September nachmittags ausgesetzt werden. Zum Schlitt- schuhlaufen wurden die Nachmittage des 25. Januar, des 1. und 8. Februar freigegeben Am 5. Februar fielen die Nachmittagsstunden auf Verfügung des Herrn Oberpräsidenten aus.
Am 17. und 18. Mai besuchte Herr Provinzial-Schulrat Dr. Kaiser, der Dezernent für die Adlerflychtschule im Königlichen Provinzial-Schulkollegium, unsere Anstalt und wohnte, soweit es die Zeit erlaubte, dem Unterricht aller anwesenden Herren des Kolle- giums in sämtlichen Lehrgegenständen und Klassen, auch der Vorschule, bei. Er wieder- holte seinen Besuch am 31. Januar, um die Herren Professor Dr. Reichenbach und Professor Dr. Collischonn, die im Mai beurlaubt waren, in ihrem Unterricht kennen zu lernen. Eine Revision des gesamten evangelischen Religionsunterrichtes durch Herrn Ober- konsistorialrat Pfarrer D. Dr. Ehlers fand im September statt durch mehrere Wochen hindurch an den Tagen, an denen planmäßig die betreffenden Stunden lagen.
Die Turnfahrt.
Der Frühlings- ausflug.
Hitz- und Eisferien.
Revisionen.


