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Veraͤnderungen, ihres Wechſels; bald zeigte er das Kleine in dem Großen, bald das Groͤßte in dem Kleinſten. Seine Sprache war dadurch fuͤr den kindlichen Sinn auch eindringend, aber er verlangte auch, um ſein Reich zu begreifen, vor Allem den kindlichen Sinn.
Endlich, was war Natur fuͤr die plaſtiſche Kunſt!— Wir treten vor die lichte Erhabenheit des Alterthums. Welche Wirkung hatte da der Sinn fuͤr Formvollkommenheit! Wie laſen ſie aus dem Großen das Kleine, aus dem Kleinen das Große auf! Betrachten wir ihre bewunderten Vaſen und Candelabern, den herrlichen Zug, den Schwung und die Zartheit, die da walten; ſehen wir ihre geheimnißvolle Schoͤnheit, nicht vergroͤßert aus der lieblichen Bildung des Kelchs aufſteigen, der in zarter Dehnung und Voͤl⸗ bung die Blume, die Bluͤthe ſchmuͤckt? Wie ehrten die heiteren Griechen vertraute Gemeinſchaft mit der weit entfalteten Natur; wie faßten ſie hier das Starke, dort auch das Feſtliche und Reine auf! Ja woher ſelbſt das ſchoͤne, nie veralternde Geheimniß des alten Redeſtyls? Denn der Styl der Alten iſt gehaltvoll, tief und unbewußt und in jenem Reichthum von Bild⸗ lichkeit und Urtheil getaucht, der den innig gewirkten Sinn der Natur nach⸗ ahmt. Man erſchaut dieſen Sinn, wenn man mit ihnen fuͤhlt, im innerſten Geiſte mit ihnen wandelt. Wir ſagen mit Recht, jedes Wort habe hier eine Bedeutung, an jede Wendung hefte ſich gleich wieder die Fuͤgung an.
Und woher in noch hoͤherem Sinne jene bewundernswuͤrdige Harmonie in den großen Bildwerken der Alten? Vor dem Glauben der Alten herrſchte aus einem tief traͤumenden Schauen der Natur ein verborgen heiteres Goͤt⸗ terreich, und ſeine Bilder, die als Kinder des erſten Lebensmorgens, be⸗ ſonders bei dem Volke der Griechen aufſtiegen; die im Golde der Morgen⸗ ſonne herrlich, wie die Bluͤthe in der warmen Zauberroͤthe der Natur vor ihm prangten, welches Auge ſchuf ſie? Welches Auge fuͤhrte das tauſend⸗


