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7. Basalt und Palagonit(9). 7*. Trachyt(10). 8. Diabas und Porphyr(7& 8).[Noch- mals Spiriferensandstein und Orthoceras- oder Dachschiefer.] 9. Tertiärbildungen der Wet- terau(6), von Basalt abgeschnitten(Münzenberg.)
Dass aber auch noch Azoische oder Primitivgesteine[A. ᷣ✕], als Granit, Syenit, Glimmerschiefer das Rheinische Schichtensystem unterlagern, ist bereits melr als Hypothese.(Vgl. S. 12 meines eben genannten Buches.)
I. Zur Geologie und Mineralogie.
Mein jüngerer Bruder, Prof. Dr. F. Sandberger zu Carlsruhe, hat bereits in Heft VI. der Jahrbücher des Vereins für Naturkunde im Herzogthume Nassau einen Aufsatz über die geognostischen Verhältnisse der Umgegend von Wiesbaden geliefert, dessen Haupt- ergebnisse noch volle Giltigkeit haben. Vorher war aber bereits(1826) von dem dama- ligen Oberbergrathe Stifft eine geognostische Skizze unserer Umgebung gegeben wor- den, welche noch immer Beachtung verdient(in J. P. Zimmermanns Wiesbaden mit sei- nen Umgebungen. Ritter'sche Buchhandlung. Seite 180— 196.) Ich selbst werde vor- aussichtlich in nächster Zeit Gelegenheit erhalten, eine ziemlich ausführliche geognostische Arbeit über diesen Theil von Nassau zu geben.(Eine Karten-Section des Mittelrheinischen Geolog. Vereines). Daher mögen hier einige kurze Notizen ausreichen, welche, Bishe- riges ergänzend, als Ueberblick vorläufig ohne weitere bildliche Darstellungen bestehen können.
Lage und Klima. Berghaus giebt für Wiesbaden die nördliche Breite= 500 5' an, die östliche Länge von Paris= 5⁰ 54 20.¶—(Abweichende Angaben sind in vielen geogr. Büchern zu finden. Unsere Landesvermessung schreitet in ihren Ausarbei- tungen rüstig voran und giebt mir soeben[Febr. 1859] die nöthige Belehrung, wonach die Länge von Ferro= 25⁰ 54 17“ ist.)
Stadt und Umgegend haben eine sehr angenehme Lage und in der Regel auffallend gelindes Klima. Mittlere Jahrestemperatur+ 8⁰0 Réaum.— Die Wintertemperatur führt selten bis zu— 180 abwärts. Man spricht daher weit und breit mit Recht von dem mil- den, fast südländischen Klima Wiesbadens und namhafte Aerzte empfehlen es vielfach zur Winterkur zumal für Brustleidende, welche sich sogar theilweise bei selbst unheilbaren Leiden noch jahrelang ganz erträglich in Wiesbaden befinden.
Bemerkung: Statistisches siehe Staats-Adressbuch. S. 139 f.
Bodenverhältnisse. Wiesbaden liegt in einem Kesselthale von unregelmässiger Umschliessung. Nach Norden und Nordwesten bildet das Taunusgebirge mit ziemlich steilem Ansteigen den Rand des Kessels. Nach Süden und Osten liegen flachere Hügel, gebildet aus Tertiär- und Diluvialschichten. 8


