Aufsatz 
Abhandlung über Mohamed und die Araber bis zum Zerfall des Chalifats
Entstehung
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fer Methode, worin dem Auswendiglernen der vorzuͤglichſte Werth beigelegt wird, entgegenſtellt, beſteht gerade darin, daß ſie ihrem oberſten Grundſatze, nach welchem alle Seelenvermoͤgen harmoniſch angeregt und ent⸗ wickelt werden ſollen, widerſtrebt und nur eins derſelben auf Koſten und zum Nachtheile der uͤbrigen, in Thaͤtigkeit zu ſetzen, um ihm eine uͤberwie⸗ gende Kraft zu verſchaffen, bemuͤht iſt.

Wenn alſo dieſe Unterrichtsweiſe der Idee ihrer Erfindung gemaͤß, auch bei Kindern und jungen Leuten, die weiter nichts, als eine Sprache erlernen follen, vielleicht mit Erfolg in Anwendung gebracht werden kann, fuͤr eine oͤffentliche Lehranſtait, worin die Erziehung mit dem Lehrunterricht auf's in⸗ nigſte verwebt ſeyn muß, iſt ſie nicht anraͤthlich; denn hier bleibt die Ent⸗ wickelungsmethode, die gleich maͤßige Ausbildung aller See⸗ lenkraͤfte, des Verſtandes eben ſo, wie des Gedaͤchtniſſes, der innern ſo⸗ wohl wie der aͤußeren Anſchauung und des Gemuͤthes leitendes Princip, und des Lehrers Pflicht und Beruf legt ihm die Sorge auf, daſſelbe nie aus den Augen zu verlieren.

Die Freunde der analytiſchen Methode ſcheinen, von der Erfahrung be⸗ lehrt, ſelbſt die Ueberzeugung gewonnen zu haben, daß dieſelbe hinſichtlich der Beſtimmung der Schuͤler und des Zwecks, fuͤr den ſie unterrichtet werden, nur mit Modificationen oder auch kaum anwendbar ſey. So z. B. ſagt Ta⸗ fel in ſeinem bereits angefuͤhrten Lehrbuch der franzoͤſiſchen Sprache:Auf hohe Gelehrſamkeit kann und will nicht jeder Anſpruch machen, Tauſende dagegen wuͤnſchen, fremde Sprachen fertig leſen, correct ſchreiben und ſpre⸗ ichen zu lernen, warum will man ſie ihnen vorenthalten? Bisher war jedem Wunſche dieſer Art Thuͤr und Thor verſchloſſen. Man durfte nur mit dem Schluͤſſel der Grammatik eintreten. Die Hamilton'ſche Methode oͤffnet den, Zutritt ohne dieſen. Sie verwirft ihn nicht als ein unnuͤtzes Werkzeug, aber als unnuͤtz in dieſen Theil des Tempels und als uͤberhaupt unnuͤtz fuͤr diejeni⸗ gen, welche nur in die Vorhalle wollen. Fuͤr diejenigen, denen es blos um das Materielle der Sprache, um ihre gruͤndliche Erlernung zu thun iſt, wird das hoͤhere grammatiſche Studium entbehrlich, da ſie ja durch den Banzen Gang der Methode mittelſt der Vergleichung mit der Mutterſprache bereits eine Grammatik ſich gebildet haben. Soll aber, wie dies in der Schule der Fall iſt, das Studium der fremden Sprache formelles Bildungsmittel werden, ſo darf man nicht hierbei ſtehen bleiben, und der eigentlich gram⸗ matiſche Unterricht kann, wie die Erfahrung lehrt, je nach der Zahl der woͤchentlichen Lectionen und der Schuͤler, dem Talent und Fleiß, mit gu⸗ tem Erfolge ſchon mit dem zweiten, dritten Monate begonnen werden..

Nach dieſem aus der Erfahrung geſchoͤpften Geſtaͤndniß ſollen doch die Schuͤler, die nach wiſſenſchaftlicher Bildung ſtreben, ſchon ſo fruͤh in die Grammatik verwieſen werden, was koͤnnen ſie dann in zwei, drei Monaten mehr erlernt haben, als etwa das Leſen der fremden Sprache und einige Woͤr⸗ ter, die ſie ins Gedaͤchtniß eingepraͤgt haben? Daß ſie mit der eigentlichen