Aufsatz 
Abhandlung über Mohamed und die Araber bis zum Zerfall des Chalifats
Entstehung
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die Schuͤler, welche mit dem Leſen einer leichten Schrift nach interlineariſcher Ueberſetzung beginnen, darin auffallende Fortſchritte machen, waͤhrend die Schuͤ⸗ ler der Grammatik mit Muͤhe und wohl oft auch mit Widerwillen ſich quaͤlen, um ihre Aufgabe einzuſtudiren. Verfolgt man aber den weitern Fortgang des Unterrichtes und vergleicht ſpaͤterhin die Kenntniſſe ver Schuͤler der einen mat jenen der andern Methode; ſo moͤchten ſich die Reſultate wohl anders geſtalten. Der grammatiſch unterrichtete Schuͤler ſchreitet zwar langſam vorwaͤrts, aber ſtets auf feſtem Boden und auf einem geraden, immer leichter und leichter wer⸗ denden Wege; er iſt bei dem Leſen ſeines Claſſikers nicht mehr in Verlegenbeit, das Subject des Satzes, die Uebereinſtimmung des Zeitwortes mit demſelben, die Uebereinſtimmung der Adjective mit den Subſtantiven und die Rection der Caſus aufzufinden, denn er kennt die Formen und die Geſetze der Sprache und weiß beim erſten Blick zu beſtimmen, welche hier einſchlagen, waͤhrend dem der nach analytiſcher Methode unterwieſene Schuͤler ſich erſt auf einen Satz in ſei⸗ nem Ueberſetzungsbuch beſinnen muß, worin eine aͤhnliche Conctruction vorkoͤmmt, und vielleicht zwei, drei oder noch mehrere Saͤtze aufzuſuchen genoͤthigt iſt, bis er die in dem einen jetzt zur Ueberſetzung vorliegenden Satz einſchlagigen Aehn⸗ lichkeiten auffindet. Dieſe Schwierigkeiten haͤufen ſich noch mehr bei den Ver⸗ ſionen aus dem Deutſchen in die fremde Sprache, weil die Muſter, welche zur Nachbildung benuͤtzt werden koͤnnen, ſich nicht ſo leicht und ſchnell, vielleicht gar nicht finden laſſen, mithin der Schuͤler keine, oder nur mit Muͤbe Hilfe findet, oder wenn er bereits auf die Grammatik hingewieſen iſt, in dieſer ohne beſondere Anleitung ſich nicht zurecht finden wird. Dieſe Beſchwerlichkeiten moͤgen die Lehrer, welche nach der analytiſchen Methode unterrichten, auch recht leb⸗ haft gefühlt haben, weil ſie alsbald, nachdem die Schuͤler einigen Wortvorrath und einige Fertigkeit im Ueberſetzen erlangt haben, denſelben die Grammatik in die Hand geben. Der Schuler ſoll ſich dann doch jetzt mit den trockenen Formen und Regeln bekannt machen. Mit welchen Gefuͤhlen wird derſelbe an dieſe als widrig und muͤhſelig geſchilderte Arbeit gehen? Gleichſam ſpielend ſollte er, ſo war ihm vorgeſagt worden, die Sprache erlernen, und nachdem er meint, derſelben beinahe maͤchtig zu ſeyn, ſoll er zu den Elementen zuruͤckkehren und gleichſam einen doppelten Weg machen; ſo ſieht dann der Schuͤler die ihm geruͤhmte Annehmlichkeit und Leichtigkeit der Spracherlernung ploͤtzlich verſchwin⸗ den und ſich in ſeiner Erwartung getaͤuſcht. Man kann ſich verſucht finden, zu vermuthen, daß die meiſten Schuͤler der Art es kaum uͤber ſich gewinnen werden, die Grammatik und die Syntax gruͤndlich durchzuarbeiten; denn nichts widerſtrebt dem jugendlichen Geiſte, der immer vorwaͤrts treibt, mehr, als das Zuruͤckſchreiten, oder eine gethane Arbeit, wie z. B. auch nur die Fertigung einer Ueberſetzung, abermals vorzunehmen.

Bei dem Studium der alten Sprachen iſt indeſſen die ganz genaue Kennt⸗ niß der Formen der Declinationen, Conjugationen und der Regeln der Rection eine Hauptſache, weil, ohne daß man ſie bis zu einer leichten Gelaͤufigkeit inne hat, ſchlechterdings nirgends fortzukommen iſt, und die kuͤnſtlichen Endbeugun⸗