Aufsatz 
Abhandlung über Mohamed und die Araber bis zum Zerfall des Chalifats
Entstehung
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er ſpricht oder niederſchreibt, jeder und aller dabei einſchlagenden Regeln be⸗ wußt, und wenn der Lehrgang vom Leichtern zum Schwereren und vom Be⸗ dingenden zum Bedingten fortſchreitet; ſo wird der aufmerkſame Schuͤler ſeine Saͤtze ohne Muͤhe ganz fehlerfrei zu conſtruiren im Stande ſein, was allen Umſtaͤnden nach der Schuler, welcher die Saͤtze, die ihm analytiſch eroͤrtert worden ſind, nachahmen ſoll, mit voller Zuverſicht nicht wird bewerkſtelligen koͤnnen. In dieſer Hinſicht duͤrfte alſo die analytiſche Methode vor der ſyn⸗ thetiſchen nicht nur keinen Vorzug verdienen, ſondern hinter ihr im Schatten zuruͤckſtehen.

Darauf aber, wird man entgegnen, koͤmmt weniger an, ob bei dem Lehr⸗ gang der analytiſchen Methode viele Fehler zum Vorſchein kommen, die Me thode iſt eben, weil die Natur ſelbſt bei den Kindern in dem Erlernen der Sprache darauf hinweiſt, auch die naturgemaͤßeſte. Dieſer Grund ſcheint dem erſten Anblicke nach von Gewicht zu ſeyn, weil er die Thatſache, daß ſie bei den Kindern die Naturgemaͤßeſte ſey, fuͤr ſich hat. Wenn aber der Opponent erklaͤren ſollte, wie es moͤglich zu machen ſey, bei dem Sprachelernen der Kin⸗ der mit den Elementen zu beginnen, ſo wuͤrde derſelbe in großer Verlegenheit ſeyn. Denn wer wird nur den Einfall haben koͤnnen, zu behaupten, das Kind foll damit anfangen zu decliniren und zu conjugiren, bevor es noch verſtehen kann, was man ſpricht und zu ſprechen im Stande iſt? Der Weg, den die Natur hier einſchlaͤgt, iſt der einzig moͤgliche, welcher zum Ziele fuͤhrt. Ganz anders verhaͤlt ſich die Sache, wenn Schuͤler, die bereits ihre Mutterſprache verſtehen und wenigſtens die allgemeinen Regeln der Sprachlehre inne haben, in einer fremden Sprache zu unterrichten ſind. Dieſen ſind die Sprachtheile und die Begriffe derſelben, ſo wie der Gang des elementariſchen Unterrichtes bereits be⸗ kannt; ſie koͤnnen Vergleichungen anſtellen, Uebereinſtimmungen und Unterſchiede ſogleich bemerken und leichter auffaſſen, als ſolche Schuͤler, die in allem dieſem gaͤnzlich unwiſſend ſind. In den gelehrten Schulen beginnt ja doch der Sprach⸗ unterricht mit der Mutterſprache, und ſo vorbereitet finden die Schuͤler ſchon eine große Erleichterung beim Eintritt in den Unterricht der fremden Sprache. Aber ſchneller und angenehmer geht dann doch der Unterricht nach der analy⸗ tiſchen Methode voran, ruͤhmen an ihr die Vertheidiger derſelben. Dafuͤr ſprechen die Verſuche, und die Erfahrung, welche dieſelben anfuͤhren, indem ſie behaup⸗ ten: die Schuͤler wuͤrden, wenn man ſie anweiſe, das, was ſie uͤberſetzen und exponiren, durch beſtaͤndiges Wiederholen feſt ins Gedaͤchtniß einzupraͤgen, in weuigen Monaten nicht nur einen Reichthum von Woͤrtern, ſondern auch von ganzen Pbraſen und die Woͤrter in ihrer eigenthuͤmlichen Ideenverbindung kennen, und immer mehr in der fremden Sprache denken lernen. 4

Es iſt nicht zu mißkennen, daß die Einfuͤhrung der Schuͤler gleich beim Eintritt ihres Sprachſtudiums in die practiſche Uebung der Sprache ſelbſt ih⸗ nen eine Annehmlichkeit und Bequemlichkeit bereitet, welche das Erlernen der trocknen Formen und Regeln der Grammatik nicht gewaͤhren kann. Auch das mag in Verſuchen und Erfahrungen ſeine Beſtaͤtigung finden, daß anfaͤnglich

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