Aufsatz 
Abhandlung über Mohamed und die Araber bis zum Zerfall des Chalifats
Entstehung
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Auf die Wiederholungen legt Jacotot einen großen Werth; er verlangt ſogar die taͤgliche Wiederholung des ganzen Buches*). Im weitern Fort⸗ ſchreiten, nachdem die Schuͤler des Sinnes der Ausdruͤcke ſich bemaͤchtiget ha⸗ ben, ſollen ſie die Wendungen, die Redensarten und Satzfugungen beobachten und ſich eigen zu machen ſuchen, nicht um ſie woͤrtlich wieder zu geben, ſondern um ſie regelrichtig nachzuahmen. Daruͤber ſtellt Jacotot die Regel auf: Wenn ihr euer Buch auswendig wiſſet, ſo wiederholt es taͤglich und ſuchet den Sinn aller einzelnen und vereinigten Sprachzeichen (Woͤrter und Saͤtze) zu erforſchen, eben ſo auch die Ordnung derſelben. Sobald die Schuͤler einige Uebung haben, wozu anfangs ein ganz leichtes Geſchichtbuch genommen wird, dann kann zu einem etwas ſchwe⸗ ren gegriffen werden, vorzuͤglich einem ſolchen, welches Lebensbeſchreibungen ent⸗ haͤlt, z. B. bei dem Erlernen der lateiniſchen Sprache zum Cornelius Nepos. Nach vorgenommener Ueberſetzung einer Biographie müͤſſen die Schuͤler ſolche in lateiniſcher Sprache erzaͤhlen, und zwar anfangs nur einen Umſtand, nach und nach mehre derſelben, es verbreitet ſich Licht uͤber das Ganze, und man lernt eine Menge neuer Ausdruͤcke. Um nun auch den Verſtand in Thaͤtigkeit zu ſetzen, laͤßt man die Schuͤler Vergleichungen anſtellen zwiſchen den Heerfuͤh⸗ rern, deren Lebensbeſchreibungen ſie geleſen haben, ſie muͤſſen ihre Anſichten da⸗ ruͤber in lateiniſcher Sprache vortragen, man macht ihnen daruͤber Bemerkun⸗ gen, uͤber welche ſie ſich wieder aͤußern muͤſſen; auf dieſe Weiſe ſind ſie genoͤ⸗ thigt, von allen ihren Geiſteskraͤften, welche die Natur ihnen verliehen hat, Gebrauch zu machen, ſie werden zum Sprechen der neuen Sprache angeleitet, die immerwaͤhrende, ununterbrochene Wiederholung bereichert ihr Gedaͤchtniß mit einer Menge von Wortverbindungen, uͤber die ihnen, um die Aufmerkſam⸗ keit zu ſchaͤrfen, Fragen geſtellt werden, welche ſie mit veraͤnderter Wortſtellung beantworten muͤſſen. Dieſe Uebungen kann man auf tauſendfache Weiſe ver⸗ ändern, um ſich zu uͤberzeugen, ob die Schuͤler das, was ſie lernten, gefaßt und behalten haben. Nun ſchreitet man zu Ueberſetzungen, und beſchaͤftigt die Schuͤler mit der Vergleichung und Unterſcheidung der Synonymen, der Aus⸗ druͤcke und der Saͤtze. Auf dieſem ganz anglytiſchen Wege haben ſich die Schuͤ⸗ ker ſelbſt und blos vom Lehrer geleitet in den Beſitz der Sprache geſetzt. Eine Grammatik moͤgen ſie zur Hand nehmen, ſobald ſie die Geſetze der Sprache vorher in der Sprache ſelbſt aufgefunden haben, nicht um die Sprachregeln, wie die Grammatik ſie gibt, auswendig zu lernen, ſondern um ihre Darſtel⸗ lung zu pruͤfen, und ſie mit den Saͤtzen des Autors, worin ſie ſich angewandt finden, zu vergleichen, und auf dieſem Wege des Selbſtunterrichts die Anlei⸗ tung des Lebrers entbehren zu lernen. Obnehin hat nach Jacotot's Methode der Lehrer keine andere Aufgabe, als nur Anweiſung zu geben, wie die Schuͤ⸗ ler die Uebungen des Leſen eines Buches in der fremden Sprache anzufangen

*) N'oubliez pas surtout la répétition journalière du lirre entier.