Aufsatz 
Abhandlung über Mohamed und die Araber bis zum Zerfall des Chalifats
Entstehung
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dringen durch den bedeutungsvollen Sieg Carl's, dem die ſpätere Zeit wegen ſeiner Alles niederwerfenden Tapferkeit den Beinamen Martell, Hammer, gab, bei Poitiers Einkhalt gethan.

Im vierzigſten Jahre ſeines Alters trat Mohammed als Lehrer dieſer neuen Religion auf, aber Jahre lang mit wenigem Erfolg. Zwar fand er unter ſeinen Anverwandten bald einige Anhaͤnger, und hauptſaͤchlich an ſeinem Vetter Ali, Abu⸗Talebs Sohn, den er ſelbſt den unuͤberwindlichen Loͤwen des All erhoͤchſten nennt, und an ſeinem Schwiegervater Abubekr, deſſen Tochter Ajeſcha er geehelicht; aber auch heftige Widerſacher traten auf. Der Anhang, den er, anfangs als ein Traͤumer verlacht, zuletzt dennoch fand, weckte Neid und die Beſorgniß, ſeine neue Lehre werde das Anſehen der Kaaba untergra⸗ ben, den Zufluß der Pilgrimme mindern, und dadurch Mekka's Woblſtande ſcha⸗ den. Und als, nach dem Tode ſeines Onkels Abu⸗Taleb, die Aufſicht der Kaaba in die Haͤnde von Abu⸗Soffian, aus der Familie Ommajah, der heftig das Heidenthum vertheidigte, gerieth, wurde Mohammed, um ſein Leben zu retten, gezwungen, Mekka zu verlaſſen. Er floh nach Medina, wohin der Ruf ſeiner Offenbarungen laͤngſt gedrungen war. Solches geſchah den 16. Juli 622. Dieſes Jahr iſt deßhalb den Moslemen heilig, ſo daß ſie von der Flucht an, bei ihnen Hedſchra genannt, ihre Jabre zaͤhlen. In Medina hatte ſich ſeine Lehre ſchon ziemlich ausgebreitet; die Bewohner empfingen ihn freudig, und begleiteten jauchzend ſeinen Einzug, den er auf einem Kameele hielt. Von nun an machte der Islam mit unglaublicher Schnelligkeit reißende Fortſchritte, Des Propheten Offenbarungen wurden jetzt kriegeriſcher Natur; ein Heer ſammelte ſich um ihn, wie um einen Imperator, und Krieg begann

egen Mekka und die heidniſche Lehre. Um ſeine Anhaͤnger noch mehr zu be⸗ euern, verſprach ihnen der Prophet ein Fuͤnftel aller Beute, Verſorgung fuͤr die Wittwen und Waiſen derer, die im Kampfe fuͤr den Glauben gefallen, und dieſen wiederum das hoͤchſte Gluͤck im Paradieſe auf ewige Zeiten, wie den Fei⸗ gen die Qualen der Holle, und alles dieſes in bluͤhender, lockender Sprache.

Das Schwert, ſagt er, iſt der Schluͤſſel zu Himmel und Hoͤlle; Ein Tropfen Blutes, in Gottes Sache vergoſſen, Eine Nacht, in den Waffen zu⸗ gebracht, iſt mehr wertb, als zwei Monate Faſten und Beten. Wer im Tref⸗ fen faͤllt, deſſen Suͤnden ſind vergeben; am Tage des Gerichts werden ſeine Wunden glaͤnzen, wie Leuchtkaͤfer, und riechen, wie Moſchus, und den Verluſt der Glieder werden Fittige der Engel und Cherubim erſetzen.»

Nach einigen Jahren heftigen Krieges wurde Mekka erobert(629). Sogleich ward die Kaaba von ihren Idolen gereinigt und zum Heiligthum des neuen Glaubens eingeweiht; das Geſetz ward gegeben, daß kein Unglaͤubiger den Bezirk dieſer heiligen Stadt betreten duͤrfe.

Rau der harten Schlacht bei Honain unterwarf ſich ihm ganz rabien.

An den oſtroͤmiſchen Kaiſer Heraklius ſowohl, als an den Perſerkoͤnig erging ſein Gebot:Im Namen deſſen, der Himmel und Erde, und von Ewig⸗