Aufsatz 
Untersuchungen über molekularphysikalische Eigenschaften wässeriger Salzlösungen und ihrer Gemische
Entstehung
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vom Blitze heimgesucht wurde. Damals schlug derselbe einen zweizölligen Ast ab und entrindete auf der Westseite(Nordwestseite!) den unteren Theil des Stammes. Derselbe hat sich zum Theil wieder überwallt. Auch sonst wurde der Stamm mehrfach beschädigt. So heisst es in den genannten Acten:Die Katholiken der Rheinprovinz, welche auf ihren Wallfahrten nach Walldüren der Weg jedesmal an diesem Baume vorbeiführte, haben der Rinde eine heilige Wunderkraft zugetraut und um ein Bröckelchen als Talisman für Hieb und Stich bei sich zu tragen, den Schaft auf 3 Fuss Höhe mehrfach beschädigt, so dass sich hier nicht unbedeutende Spuren von Fäule zeigen. Durch die Fürsorge der Oberförsterei und der Gemeinde, auf deren Besitzthum der Baum steht, sind die Schäden zum grossen Theile wieder geheilt worden.

In der Umgegend dort ist die Eiche unter dem NamenSchöner Baum oderSchöne Eiche bekannt. In Harreshausen gibt es sogar einGasthaus zur schönen Eiche.

Nach Loudon findet sich die Pyramideneiche auch in den Thälern der Westpyrenäen und in den Landes(Haiden) bei Bordeaux.

Sb. Quercus cerris L., die Zerreiche

steht in einigen jüngeren Exemplaren auf der Südseite und unterscheidet sich von unseren deutschen Eichen durch die langen, fadenförmigen Nebenblätter am Grunde der gestielten Blätter und durch die fadenförmigen Knospenschuppen. Die Blätter sind gelappt oder fiederspaltig und die Lappen lanzettlich und oben zugespitzt. Ihr Holz ist sehr hart; die Engländer nennen sie auch Iron-oak(Eiseneiche). Die Heimat der Zerreiche ist Südeuropa, Kleinasien und Syrien.

Quercus coccinea Wangenh. Die Scharlach-Eiche

hat ihren Namen davon, dass sich ihre Blätter im Herbste scharlachroth färben. Sie steht auf der Ostseite, auf dem Rasen zwischen dem inneren und äusseren Wege und nimmt sich als Einzelpflanze recht gut aus. Die Blätter sind lang gestielt, gross, tief gebuchtet, in der Regel vier Hauptlappen jederseits und jeder Lappen scharf gezähnt. Aus Nordamerika.

9. Fagus silvatica L., die Rothbuche. 9a. P. silvatica var. sanguinea, die Blutbuche.

Eine Rothbuche steht ziemlich verdeckt unter der Baumgruppe auf der Südostseite. Ihr Stamm ist unregelmässig gekrümmt, ästig und gibt daher kein rechtes Bild von unserem schönen deutschen Waldbaume. Ein stattlicher Baum dagegen ist die Blutbuche auf der Nordost- seite, am Wege zur Weiherstrasse.

Die Bluten erscheinen bei der Buche Anfangs Mai mit dem Laube. Die männlichen Kätzchen stehen in den Blattwinkeln, sind kugelig, 10 15 Staubgefässe werden von einer sechsspaltigen glockigen Blütenhülle umschlossen. Die weiblichen Blüten stehen an den Spitzen der Triebe. Auf dem dreikantigen Fruchtknoten sitzt eine viertheilige Blütenhülle und darinnen erblickt man drei Narben. Je zwei weibliche Blüten sind von einer stacheligen Hülle umgeben. Später verholzt die Hülle, springt vierklappig auf und die zwei dreikantigen Früchte, die Bucheckern, werden sichtbar. Die Hülle entspricht den Schüsselchen(Cupula) der Eiche. Die Blätter besitzen jenes freudige Grün, welches vorzugsweise den Buchenwäldern ihren heiteren Ernst verleiht. Sie sind von lederiger Beschaffenheit, elliptisch, ungleichseitig, vorn spitz, am