47 auf und erobert ſich ſpäter die rechtmäßig ihm gebührende Herr⸗ ſchaft über Vorderaſien. Der Dichter reclamirt alſo Alexander als einen Perſer, denn ſo konnten deſſen Siege nicht mehr die perſiſche Nationaleitelkeit verletzen, ſondern ſie mußten zur Erhöhung des Nationalſtolzes beitragen. Kap. 13.(S. p. 28— 31. HI.. 27— 32).
Zum Andenken an ein von einer früheren Gattin ihm ge⸗ borenes, bereits verſtorbenes Kind gibt Philippus dem Sohne der Olympias den Namen Alexander. Alle Städte Thraciens und Macedoniens bringen auf des Königs Befehl dem Knaben Kränze. Dieſer wächst heran. Er ähnelt aber weder Vater, noch Mutter, ſondern ſein Haar gleicht dem eines Löwen; von ſeinen Augen iſt das eine weiß, das andere ſchwarz. Seine Zähne ſind ſcharf, wie Scheermeſſer, und ſein Gang iſt feſt, wie der eines Leuen. Philippus läßt ihn durch treffliche Lehrer erziehen. Mit ſeinen Altersgenoſſen führt der Knabe Kampfſpiele auf. Einſt bringen kappadociſche Fürſten dem König den unbändigen, Menſchen freſ⸗ ſenden Bucephalus mit Ketten gebunden. Philippus befiehlt, das Thier hinter eiſernem Gitter zu verwahren und todeswürdige Verbrecher ihm vorzuwerfen.
Weismann überſetzt die Worte bei B: arepavnoai e 22. 5Xny TAv Mazrdoylav 4 vero,„eine allgemeine Bekränzung fand ſtatt“; in einer Anmerkung möchte er aber nach dem Text von V;„obsequia coronaria“ reqavnpooic als„allgemeine Kron⸗ ſteuer“ überſetzen. Ohne Grund. Die Stelle erklärt ſich einfach aus S:„und er(Philippus) befahl, daß alle Städte Thraciens und Macedoniens ihm Kränze brächten“. Leider theilt Müller den Text von A in dieſem Kapitel nicht überall vollſtändig mit. II hat die Stelle wie B ¹), auch die Worte: zad L h 52Jöve roy Neroy re Tn dyuτνορ⁴ A‿ςέ fehlen bei II nicht.—
¹) jew psakazgjetzuthiunkh end bolor Makedonia end Pellè jew end Thrakè jew end auins linèin.


