Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
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Sternes und manches Andere gibt dem Ganzen ein ungriechiſches Gepräge. Das hier, wie Kapitel 4 und 14, Mitgetheilte iſt aſtrologiſche Weisheit chaldäiſch⸗egyptiſchen Urſprungs, wie ſie in alexandriniſchen Kreiſen ſpäterer Zeit gepflegt wurde.

Wenn irgendwo, ſo liegt hier die Zuſammengehörigkeit der verſchiedenen Verſionen und Recenſionen klar am Tage. S geht genau mit A, und beide repräſentiren die ältere Faſſung; H und V ſchließen ſich ganz entſchieden der jüngeren Verſion an. Einen ganz eigenthümlichen Zuſatz fügt p den übrigen elementaren Er⸗ ſcheinungen bei: Tunc dilatata est nox et usque ad penulti- mam partem diei extensa est pariter et divisa. Tunc in ltalia partes de nubibus ceciderunt.

Unſer biederer deutſcher Dichter Lamprecht eammnt in ſeinem Alexanderlied die Erzählung von Alexanders Geburt erſt hier und verwirft die ganze bisherige auf egyptiſchem Boden erwach⸗ ſene Wundergeſchichte, welche den großen König zum Sohn eines egyptiſchen Gottes oder wenigſtens Königs machen will 1)

Noch sprechint manige lugenèére, daz er eines gouchelères sun wère, Alexander, dar ih ü von sagen: sie liegent alse böôse zagen Alle, die is ie gedachten, wande er was rechte kuninc slahte. sulhe lugenméère sulen sin unmère iegelichen frumen man.

Weismann: I, v. 83 91.

Nach Firduſi iſt Alexander der Sohn des Schah Daràb und ein Enkel des Filiqůs von Ruͤm. Der Perſerkönig aber verſtößt ſeine Gemahlin, und ſo wächst Alexander in Macedonien

¹) Uebrigens war Alexander ſchon ſieben Jahre alt, als Nektanebus vor dem Perſerkönig floh. S. Weismann I, p. 429.