36
4) Balti, der weibliche Baal, oder, wie ſie gewöhnlich ge⸗ nannt wird, Mylitta(Berosos: Fragm. S. 90 Richter) iſt die griechiſche Aphrodite. Der perſiſche Name Anahid, griechiſch „Avætris bezeichnet die Ardviçura Anahita, die Göttin der Frucht⸗ barkeit. Duncker 2, 347 und 356. Schwarze Sapphire ſind übrigens eine Erfindung des nicht allzukenntnisreichen Syrers.
5) Der Horoskop iſt ein Stern, der denjenigen Theil des Himmels bezeichnet, der„geniturae tempore ab orientali parte coeli emergit in hemisphaerium nostrum et ortus appella- tur.“ Hier wird er in der Mitte der niyas angebracht. Das als perſiſch bezeichnete Wort iſt der Name eines vorwiegend aſſyriſch⸗ ſemitiſchen Gottes, der beſonders in Pontus verehrt wurde, (Strabo XII, 3, 31). 4)
Beſondere Aufmerkſamkeit verdient die Hinzufügung der perſiſchen Namen zu den entſprechenden ſyriſchen. Es iſt dies übrigens nicht die einzige Stelle der Art ²2). Die Uebertragungen erweiſen ſich als richtig, und es geht daraus hervor, daß der ſyriſche Ueberſetzer der perſiſchen Sprache und Mythologie kundig war und vielleicht in Perſien ſelbſt ſein Werk ſchrieb. Jedenfalls hat er die Namen nicht aus dem griechiſchen Original genommen. Es ſtimmt dazu, was ſich aus einer Vergleichung der perſiſchen Alexanderſage mit den ſpäteren Theilen unſeres Codex ergeben wird, daß höchſt Pahrſcheiich Firduſi und dKilomi ihn als Quelle benutzten.
Das 0o, was Müller vor 39⸗das a a Stben Tero² ergänzt, hat
¹) Behram und Hormuzd tomeren auch als Ramen einiger Könige der ſaſanidiſchen Dynaſtie vor. Nach dem Nobu ſind benannt z. B. Nebukad⸗ nezar, Nabopalaſſar, Nabuſaradan. Vgl. den hebräiſchen Berg Nebo, wahr⸗ ſcheinlich eine Kultusſtätte des Gottes.(Vgl. Jes. 16, 1. Gesen. Jes. II, 342 f.) Tir findet ſich in den Eigennamen; Tiridates, Tiribazus; Pharnug in Pharnaces, Pharnabazus.(Vgl. Blau: Beiträge zur phönik. Münzkunde, Zeitſchrift d. D. M. G. VIII, 87 u. 88.)
²) So noch Ps. RKall. I, 42; II, 19 eic.


