Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

31

richtig nach Aethiopien fliehen und erwähnt geradezu den Arta⸗ perxes:Denique veniens Aethiopiam induit lintea vestimenta Aegyptius quasi propheta intravit Macedoniamté, und dann: Serapis autem respondit:Anactanabus rex vester abiit de Aegypto propter Artaxersem, regem Persarum, qui vos suo imperio subjugabit. So ſind noch ein paar Stellen durch Diodor XV, 1 und 2 beeinflußt. Auch errichten erſt nach der Flucht bei p die Egypter dem Nektanebus eine Statue ¹).

Kap. 4.(HI. No. 6 10. S. p. 6 13.)

Nektanebus wird in Macedonien berühmt, ſo daß auch Olympias ihn zu ſich entbietet, um ihn zu befragen, ob Philippus, den gerade ein Krieg von Macedonien fern hält, ihrer gedenke, oder ob das Gerücht wahr rede, das ihn der Untreue gegen ſie anklage. Der Seher wird von dem Anblick der Königin bethört. Er verkündet ihr aus der Conſtellation der Sterne ſeiner aſtrolo⸗ giſchen Zauberkafel, daß ihr Argwohn unbegründet ſei, daß aber Philippus ſie ſpäter(vgl. Pſkall. Kap. 20 22) verſtoßen werde. Daran knüpft er die Prophezeiung, es werde ihr ein Rächer ihrer Ehre von dem libyſchen Ammon erſtehen und fordert ſie auf, ſich auf des letztern Ankunft vorzubereiten, da er ihr noch heute im Traume erſcheinen werde.

H folgt in dem ganzen Kapitel wieder der Recenſion von B. Auch die gemüthliche, rhetoriſche Frage in der Erzählung: zt l Norov Foist 6 Nezraveeς;Und was thut nun unſer Nektanebus weiter? Er ſtellt auch ſeine Nativität u. ſ. w., fin⸗ det ſich beim Armenier, nur als wirkliche Frage von Olympias an Nektaneb gerichtet. Nur einmal hat H eine alte Form geret⸗ tet, das ammonagjedkh= dονερςes, Propheten des Ammon. Die Hist. d. pr. leitet den Abſchnitt, auf das Spätere vorberei⸗

¹) Ob die Interpolation erſt durch den Herausgeber der ſchlechten

Straßburger Ausgabe v. 1494(cdit. III) geſchehen iſt, kann ich nicht feſtſtellen, da mir keine Handſchrift zu Gebot ſteht.