Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
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15, niederländiſche 3, deutſche 10; ferner 1 engliſches, 1 waliſi⸗ ſches, 1 ſchottiſches, 1 ſpaniſches, 3 däniſche, 2 ſchwediſche, 1 is⸗ ländiſches, 1 polniſches, 2 böhmiſche, 1 ungariſches und 1 ru⸗ mäniſches.

Von den franzöſiſchen Bearbeitungen ſei beſonders namhaft gemacht: Li Romans d'Alixandre par Lambert li Tors und Alexandre de Bernay(XII. Jahrh.) ¹). Das ſpaniſche Poema de Alexandro von Juan Lorenzo Segura de Astorga, nach dem Vorbild des Walther von Chatillon verfaßt, beſpricht Zacher (Pſeudok. 177). Das werthvolle engliſche Epos Kyng Alisaunder (8034 Verſe) und das ſchottiſche: The romaunce of Alexander, containing the Forray of Gadderis, beide nach dem Franzöſi⸗ ſchen gedichtet, ſind bekannt gemacht durch Henry Weber in den Metrical Romances etc. London 1810. Auszüge davon theilt Weismann mit(IlI, 407 ff. und 485 ff.).

Endlich verdienen die deutſchen Bearbeitungen hervorgeho⸗ ben zu werden. Es ſind darunter 7 poetiſche, 6 Epen und ein dramatiſches Gedicht. Die Krone derſelben und aller abendlän⸗ diſchen Alexanderlieder überhaupt iſt das des Pfaffen Lam⸗ precht ²). In zweiter Linie ſtehen der bayriſche Ritter Ulrich

¹) Erſterer war Clerc von Chateaudun. Von ſeinem Buch liegen 20 Handſchriften in Paris. Ausgabe von Michelant. Alexandre de Bernay bearbeitete ſpäter das Lambertſche Gedicht und hat wahrſcheinlich zuerſt den Vers in das Gedicht eingeführt, den man von da an Alexandriner nannte. Weism. I, LXII und LXIII. Das Gedicht enthält 18000 Alexandriner, oft mit 70 80, ja bis zu 111 Reimen. Proben beider Gedichte und von drei franzöſ. Proſaromanen bei Weismann(II, 293 ff.), der ſich durch ſeine Aus⸗ züge und Zuſammenſtellungen aus manchen, nicht ſo leicht zugänglichen Werken ein nicht zu unterſchätzendes Verdienſt erworben hat.

) Eine Würdigung ſeines poetiſchen Gehaltes bei Gervinus I, S. 272 298. Es enthält 6952 Reimzeilen. Holtzmann hält dieſen Lamprecht für identiſch mit Lambert von Hersfeld( nach 1077). Siehe Pfeiffers Germania II. S. 1 ff. Dagegen Jak. Grimm: Götting. gelehrte Anz. 1835. Nr. 66. Vgl. auch Rochat: Ueber die Quellen des deutſchen Alexanderliedes. Ger⸗ mania 1, 273. Ausgaben des Gedichts von Diemer, Weismann, Maßmann.