Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte und Kritik der Alexandersage. Auszug aus der syrischen Übersetzung des Pseudokallisthenes mit Beziehung auf den Text der griechischen Codices, sowie der lateinischen und armenischen Versionen : 1. Teil
Entstehung
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und 345 verf.), die Epitome Julii Valerii ¹) und die wichtige Historia de preliis ²) des Archipresbyter Leo (c. 940), die wieder direkt einer guten griechiſchen Handſchrift entſtammt. Von beiden letztern Recenſionen iſt die Alexander⸗ dichtung des chriſtlichen Mittelalters abhängig. Zwar recurriren zuweilen auch noch ſpäter gelehrte Dichter auf die alten Hiſtoriker, wie Gaultier de Chatillon(XII. Jahrh.)), der ſich wie⸗ der mehr an Curtius anſchloß, aber im allgemeinen wird die Sage auf der Grundlage der Epitome und der llistoria de prelüs weiter gebildet und erhält von den Kreuzzügen an immer⸗ mehr eine der chriſtlichen Romantik des Mittelaltexs entſprechendere Färbung. Von lateiniſchen Epen iſt noch das des Wilkin von Arezzo(XIII. Jahrh.) zu nennen, dann mögen die Bearbeitungen in den modernen Sprachen folgen. Summiren wir ſie kurz und heben aus dem überreichen Material nur einige der wichtigſten hervor. Gräße nennt(II, III, I, 444 456) von neueren griechi⸗ ſchen Alexanderbüchern 6, italieniſche 3 oder 4, franzöſiſche etwa

das Buch von K. Kluge: De itinerario Alexandri M. Vratislaviac. 1861 Diss. inaug.; ferner Letronne und Zacher: Pſeudokall. 48 84.

¹) Eine kritiſche Ausgabe von Zacher. Halle 1867. Es gehörte zu den am meiſten verbreiteten Büchern des Mittelalters.

²) S. Zacher: Pſeudokall. S. 108 ff. Schon vom XV. Jahrh. an gleich 7 Drucke. Ein Excerpt daraus in Ekkebardi Uraugiensis Chronicon universale, ed. Waitz in Pertz: Monumenta German. hist. VIII, 60 75.

32) Sein Buch wurde um die Mitte des XII. Jahrh. in den Schulen erläutert, und die Profeſſoren der Grammatik waren nach den Statuten der Univerſität Toulouſe im XIII. Jahrh. gehalten, auch mit den Studi⸗ renden dies lateiniſche Alexanderbuch zu leſen. Gräße l. c. p. 441. Ne⸗ benher liefen auch noch lateiniſche Specialſchriften wie die Epistola Alexan- dri Magni de situ Indiae et itinerum in ea vastitate ad Aristotelem praeceptorem suum perscripta ex interpretatione Cornelii Nopotis. ed. Andreas Paulini. Gissae 1706. und Alexandri regis Macedonum et Din- dimi regis Bragmanorum de philosophia per litteras facta collatio. ed.

Ed. Bissacus Londini. 1688, in dem Werk des Palladius: Fefl 0y ne Ivdias 59v 2b 76 Bpœdvdv.

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