8
—·—¶(··˖˖˖˖(—ꝑ— qK—
Pſeudokalliſthenes nach der jüngern Recenſion geliefert*). Er erwähnt unter andern die alte, jedenfalls urſprünglich auf ſemi⸗ tiſchem Boden entſtandene und erſt ſpäter dem griechiſchen Alexander⸗ buche einverleibte Sage, wie Alexander die wilden Völker Gog und Magog hinter ehernem Thore in dem Bergwall des Kaukaſus abſperrt ²). Von jüdiſchen Schriftſtellern ſind noch zu erwähnen: Samuel ben Jehuda Aben Tibbon aus Granada(XlII. Jahrh.), der eine Ueberſetzung des griechiſchen Alexanderbuches, hier gar dem Ptolmäus I. Lagi als Verfaſſer zugeſchrieben, ins Hebräiſche geliefert hat ³). An ihn reihen ſich ſeine Zeitgenoſſen und Landsleute an: Jehuda Alchariſi und Schemtob ibn Palquera, die eine auf Alexander bezügliche Dichtung des Arabers Honein ben Iſhak übertrugen ¹²).
Auch der Koran ⁵) läßt den Du'l- qarnain(d. h. den Zweigehörnten= Alexander) die Jadschudsch und Madschudsch im Auftrage Allahs hinter ehernem Walle abſchließen. Wurde er ſo zum Vollſtrecker göttlicher Befehle gemacht ⁵), ſo fanden die
¹) II, 6— 13. Ueber dieſen Pſeudogorionides, einen franzöſiſchen Juden des XII. Jahrh., und ſein Buch ſiehe: Gräße: allgem. Literärgeſch. I. B. II. Abth. Seite 1212 u. 13. II. B. III. Abth. I. Hälfte S. 440.
²) Vgl. Joſephus: Bell. Judaic. VI, 7, 4. Dieſe Geſchichte erzählt B in Ps. Kall, III, 29 und C ſogar zweimal III, 26 u. 29; desgl. findet ſie ſich im Anhang der ſyr. Ueberſetzung S. 352 des Manuſcripts bis zu Ende.
²) Siehe Gräße II, 3, 1, 440. Es iſt Manſeript.
4) Zacher: Pſeudok. 179 f.
⁵) Sure XVIII, 82— 98.— Muhammed hat dieſe MPre mit andern talmudiſchen wahrſcheinlich durch die Hanyfe überkommen. — ⁴) Wieviel auch ſchon darüber geſchrieben worden(Vgl. die Abhand⸗ lungen von Graf, Redslob, Beer und Flügel im VlIII. u. IX. Bd. der Zeit⸗ ſchrift der deutſch⸗morgenl. Geſellſ, und Spiegel: Alexanderſage bei den Orientalen S. 57— 60), und was auch die ſcheinbare Gelehrſamkeit arabiſch⸗ perſiſcher Hiſtoriker darüber berichten mag(Spiegel: S. 51—57), daß unter dieſem Du'l-qarnain des Koran urſprünglich ein arabiſcher Herrſcher himja⸗ ritiſcher Abkunft zu ſuchen ſei, deſſen Perſon ſich ſpäter im Glauben des Volkes mit der Alexanders vermiſcht habe,— man wird bei ſorgſamer Prü⸗ fung der nichtſtichhaltigen Gründe der moslemiſchen Gelehrten(Vgl. die


