Aufsatz 
Die Familien, Genera, Subgenera und Sektionen der zweimuskeligen, kopflosen Mollusken, (Acephala lamellibranchiata dimyaria) mit innerem Ligament / von Eduard Römer
Entstehung
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rechten Schale vor der schiefen, dreieckigen Ligamentgrube ein dünner, breiter, aufrechter Zahn, der in eine Höhle der linken Schale eingreift; Mantelbucht klein.

Von Sowerby wird diese Gattung im Conch. Man. zu Lithophagidae, von Gray in der Synops. Br. M. und in den Proceed. Z. S. Lond. 1847 zu Myadae, von Menke in der Synops. zu Solenacea gezählt; Deshayes will das Genus nicht einmal von Corbula trennen und auch Philippi betrachtet dasselbe(Handbuch p. 325) als Section von Corbula. Letzterer versichert ausserdem, dass die Anatina rupicola Lam. N. 10, welche auch Deshayes zu denCorbules lithophages verweist, identisch mit Sphenia Binghami Turton sei; da mir die Ansicht jener Lamarck'schen Species nicht gestattet ist, muss ich dies unentschieden lassen. Sollte es sich bestätigen, so müsste die Gattung Rupicola Fleuriau de Bellevue, Journ. de phys. 1802. t. 54, genannt werden, welche von Lamarck im Extrait du Cours 1812. p. 108. angenommen, in der Hist. nat. aber wieder aufgegeben worden ist.

Die bekannte Sph. Binghami der britischen Küsten erinnert äusserlich sohr. an Saes. mit der sie die Gewohnheit, sich in andere Schalen und Kalksteine einzubohren, theilt. Das Dredging Commitee for 1859 hat diese Species inPieces of rolled chalk, and among the roots of Laminaria digitata gefunden. Jeffreys zweifelt, dass das Thier selbst bohren könne; sieheAnnals of Nat. Hist. Sept. 1859.

In den Proceedings Z. S. Lond. 1850, p. 86. hat A. Adams eine Monographie dieser Gattung gegeben und 10 Arten aufgezäühlt. Die Bemerkung jedoch, dass die in Spiritus auf- bewahrten Thiere kurze, vereinigte Siphonen und die Schalen wie das Schloss von Mya besässen, aber auf keiner Seite klafften lassen vermuthen, dass jene Arten wohl nicht alle Sphenien sind, sondern dass sie vielleicht zu Cryptomya gehören. InThe Genera of Rec. Moll. lässt Adams nur noch die S. Rüppellii, Proceed. p. 89, aus dem rothen Meere, bei Sphenia. Eine neue Species ist hinzuzufügen: S. fragilis Carpenter Catal. Reigen p. 24, von Mazatlan, die der S. Binghami zum Verwechseln ähnlich ist.

3. Genus: Cryptomya Conrad. Proceed. Acad. Nat. sc. Philad. 1848. IV. p. 121.

Thier: Mit mässig kurzen Siphonen.

Gehäuse: Ungleichseitig, quer verlängert, dünn, hinten klaffend, längsliniirt auch de- cussirt; rechte Schale mit Ligamentgrube, vor welcher ein verlängerter, dünner Zahn steht, der in eine Vertiefung der linken passt; Mantelbucht sehr klein.

Typus ist C. Floridana Conr. l. c., mehr bekannt ist C. Californica Conr. I. c. 1849. p. 208.

Die Thiere leben in Sand und Schlamm vergraben wie die Corbulae.

Ob nicht diese Gattung als Section zu Sphenia gezogen werden müsse, ist mir zweifel- haft. Das Gehäuse unterscheidet sich im Schlosse gar nicht, nur durch die Sculptur. Warten wir genauere Nachrichten über das Thier ab.