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allmählich einige wenige Pflänzchen, die den algis verwandt sind und deren Samen etwa an den Füssen, Schnäbeln oder Federn der Vögel zufälligerweise dorthin geführt wurden. Bald verweset dieser kleine organische Anfang am Schluss des kurzen Sommers und wird zu Erde, welche solcher- gestalt ihren kleinen jährlichen Zuwachs erhält. Wind oder Welle, Vogel oder Insekt trägt dann die Samen moosartiger Gewächse auf diesen geringen Vorrat, worin sie Wurzel schlagen und wuchern, sobald es die Jahreszeit mit sich bringt“.— Wie grossartig und wahr ist Forsters Schilderung der nach Klima und Bodenbeschaffenheit für die Pflanzen unnahbaren antarktischen Gegenden! Wie anschaulich ist seine Beschreibung von dem allmählichen Erwachen der Natur bei weiterem Vordringen gegen Norden! Wie schön und treffend ist die Darstellung der Wanderung, Entwicklung und allmählichen Verbreitung der Organismen! Das Bild, welches uns Forster von diesen wenig besuchten, öden und finstern Felsen des Südlichen Eismeeres entwirft, kann würdig neben die landschaftlichen Dar- stellungen Humboldts, Darwins, James Ross' gestellt werden.
Neben dieser allgemeinen Schilderung gibt aber Forster noch eine für den Naturforscher höchst interessante Aufzählung der wichtigsten Gewächse jener Länder, eine genaue Angabe ihres Aus- sehens und Vorkommens, ihres Wachstums, Vermehrens und Vergehens.
Einen weiteren Fortschritt in der Entwicklung der für die Pflanzenformen geeigneten Bodenarten zeigt uns die Inselwelt des Stillen Oceans. Als charakteristisches Beispiel hebt Forster Neuseeland hervor. Hier„findet man,“ sagt er¹),„bereits einen ansehnlichen Vorrat fruchtbarer Erde, die natürliche Folge eines milderen Himmelsstrichs, des längeren Sommers und des stärkern und schnellern Wachs- tums der Pflanzen; doch hat die Natur hier offenbar denselben Pfad wie auf dem Feuerlande gewan- delt.“ Nun folgt eine allgemeine, pflanzenphysiognomische Schilderung Neuseelands mit besonderer Berücksichtigung, ich kann wohl sagen, des Kampfes ums Dasein, ein Abschnitt, welcher mit den schönen Worten schliesst*):„Solchergestalt gehört diese anscheinende Zerstörung und Verwirrung zum weisen Haushalt der Natur, welche hier Schätze des besten Erdreichs, vielleicht für die Bedürfnisse künftiger Völkerschaften, sammelt.“
Zweites Hauptstück.
Vom Wasser und vom Weltmeere.
Erster Abschnitt.
OQuellen.
Nicht die bekannte Theorie der Quellenbildung wiederholt hier Forster, sondern er giebt uns interessante Angaben über das Vorkommen der Quellen sowie der stehenden Gewässer auf den von ihm besuchten Inseln und Festländern, über die Temperatur des Wassers, seine Farbe, seinen Geschmack und mutmasslichen Zusammenhang mit verschiedenen Phänomenen.
¹) Forster a. a. O. p. 33. ²) Forster a. a. O. p. 34.


