Aufsatz 
Johann Reinhold Forsters Bemerkungen auf seiner Reise um die Welt / Johann Rittau
Entstehung
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Fläche des Stillen Oceans ausdehnen, sich ehemals in dem für den Anbau erkorderlloben Niveau befunden und somit eine zusammenhängende, grössere Ländermasse gebildet haben).

Dritter Abschnitt.

Schichten.

Die Geologie als Wissenschaft war zu Forsters Zeiten noch im Entstehen begriffen. Man hatte zwar erkannt; dass es zur vollständigen Kenntnis unserer Erde nötig wäre, nicht nur mit ihrer rauhen Oberfläche sich bekannt zu machen, sondern auch ihr Inneres, ihren inner en Bau genau zu kennen; doch fehlte allen derartigen Untersuchungen in damaliger Zeit noch die wissenschaftliche Grundlage. Man begnügte sich mit dem Sammeln der Mineralien, mit den Angaben ihrer äusseren und inneren Kennzeichen und ihrer Lagerungsverhältnisse. Da ausserdem in jener Zeit eine genaue Terminologie der Gesteine fehlte, so ist es selbst bei sorgfältiger Beschreibung der Gesteine schwer, die geologische Beschaffenheit einer Insel zu erkennen.

Ohne daher auf Einzelheiten und Vergleiche einzugehen, muss doch hervorgehoben werden, dass einzelne Inseln ihren Gesteinsarten nach uns nur nach Forster bekannt sind, wie Norfolk²), und die Neuen Hebridens), dass Forster aus der geologischen Beschaffenheit Neukaledoniens und Neu- seelands auf den metallischen Reichtum dieser Inseln schloss und sich auch, wie neuere Forschungen beweisen, hierin nicht geirrt hat?).In Neukaledonien und Neuseeland, sagt Forstersé),ruhen sie(die Metalle) noch ungestört in Bergarten, welche bisher immer zu den ursprünglichsten gezählt worden sind, und worin man jederzeit ausschliessungsweise Erzadern angetroffen hat.

Vierter Abschnitt.

Berge.

Wie zuerst um die Mitte des 17. Jahrhunderts der gelehrte Jesuit Athanasius Kircher die Gebirge der Erdoberfläche alsdas Knochengerüst der Erde bezeichnete, so hat auch Forsteré) die vermeintlichen Gebirge im Ocean und die Inseln, welche die Spitzen der unterseeischen Gebirge bilden, mitdem Knochenbau im Körper vergleichen.Alle Inseln in den verschiedenen Meeren, fährt er weiter fort,können als unter Wasser liegende Gebirgsketten, deren Gipfel hervorragen, betrachtet werden. 80 bilden die Insel Marion, die Crozet-Inseln und die Kergueleneine von W. nach O. streichende Gebirgskette unter dem Wasser.Fast in der nämlichen Richtung behauptet Forster?,erstreckt sich jene andere Reihe von Gebirgen, im südatlantischen Meere, welche aus dem Sandwichsland, Süd- georgien, den Falklandsinseln, Staatenland und den vielen Eilanden des Feuerlands besteht.Eine dritte Reihe bilden die niedrigen Inseln ostwärts von Tahaiti, die Gesellschaftsinseln, die Freundschaft- lichen Inseln, die Neuen Hebriden, Neukaledonien und die dazwischen eingestreuten Eilande: Scilly,

¹) A. Kirchhoff a. a. O. p. 102 f..

²) Forster a. a. O. p. 10. Meinicke, Die Inseln des stillen Oceans. Leipzig 1875. Bd. I. p. 341. ³) Forster a. a. O. p. 14 ff. Meinicke a. a. O. p. 179. 180.

) Meinicke a. a. O. Bd. I. p. 19. 209. 210. 268. 284. 286. 287. 289. 293. 297. 304. 305.

) Forster a. a. O. p. 20 und 24.

6) Forster a. a. O. p. 21 f.

7) Forster a. a. O. p. 22.