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Ruthsſtraße(1873): Nach dem Hkonomen und Feldge⸗ ſchworenen Johann Heinrich Ruths(1805—1880,„dem die ſämt⸗ lichen Gebäude längs der nördlichen Seite der Straße gehörten“.
Schuchardſtraße(1871): Kommerzienrat Heinrich Schu⸗ chardt, Inhaber einer Hutfabrik, 1813—1895, hatte in der Straße Grundbeſitz.
Rückertſtraße: Carl Juſtus Rückert, 1818—1877, Zimmermeiſter und Bauunternehmer, errichtete in der nach ihm am 18. Oktober 1869 benannten Straße die meiſten Häuſer.
Müllerſtraße(1873): Bauunternehmer Joh. Müller(1820 bis 1869) entwarf den Erweiterungsplan des nordöſtlichen Mar⸗ tinsviertels.
Blumenthalſtraße(1872): Kommerzienrat Fabrikant Heinrich Blumenthal, 1824— 1901, zog zu Beginn der 70 er Jahre das ſogenannte Blumenthalviertel in die Bebauung, war von 1871 bis 1897 Mitglied des Gemeinderats und der Stadtverordneten⸗ verſammlung.
Hermannsſtraße(1879): Genannt nach dem Bauunter⸗ nehmer, ſpäteren Rentner und Standesbeamten von Beſſungen Hermann Felſing(1837— 1887), der der Erbauer eines großen Teils der dort ſtehenden Häuſer war.
Wienerſtraße(1871): Genannt nach der in dieſer Ge⸗ gend begüterten Familie Wiener, der Beſitzerin der Brauerei „Zur Krone“. Es handelte ſich zunächſt um das Stück zwiſchen Voßdörfer⸗ und Soderſtraße, das vorher Alter kleiner Mühlweg hieß. 1876 wurde der ganze Straßenzug von der Er⸗ bacher⸗ bis zur Heinrichsſtraße Wienerſtraße genannt. Hierbei wußte man noch nicht, daß das große Stück der Beſitzung des Eliſa⸗ bethenſtifts und der Knabenarbeitsanſtalt nicht als Straße be⸗ baut werden würde. Daher kommt es, daß die Wienerſtraße heute erſt mit Nr. 38 zu numerieren anfängt. 1
Mathildenſtraße: Iſt nicht nach der Großherzogin ge⸗ nannt, ſondern— wie ich privaten Mitteilungen entnehme— nach Fräulein Mathilde Schenck, wohnhaft Martinſtraße 14, einer Verwandten des dort wohnenden, jetzt verſtorbenen Hausbeſitzers Dr. Schäfer, deſſen Freunde die Urheber der Bezeichnung waren. Die Straße erſcheint zuerſt im Adreßbuch von 1889. Ein An⸗ trag, die Straße Ohlyſtraße zu benennen, fand am 2. 1. 1889 nicht den Beifall des Oberbürgermeiſters, ebenſowenig andere Vor⸗ ſchläge zur Abänderung.
Kyritzſtraße(1905): Kirchenrat Fr. Chriſtoph Kyritz, * 1736 in der Herrſchaft Eppſtein, † 1810, kaufte das alte Stadt⸗ hoſpital 1809 und ſtellte es der Stadt als Schulhaus zugleich als Lehrerdienſtwohnung zur Verfügung(Kyritzſche Stiftung). Der Name iſt erhalten in der Kyritzſchule an der Frankfurter Straße.
Mayſtraße(1905): Regierungsrat Georg Ludwig May, † 1808(beſtattet auf dem Friedhof an der Stadtkapelle, wo eine Nachbildung ſeines Grabmals etwa 1840 aufgeſtellt war, die


